WILDESHAUSEN - Die Hinhaltetaktik der Verwaltung wurde mit deutlichen Worten kritisiert. Die Tierarztkosten bereiten Sorgen.
von manfred mietzon
WILDESHAUSEN - Wenn die bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bleiben, gestalten sich die Wahlen in der Regel sehr kurz. So war es auch bei der Jahreshauptversammlung der Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) am Donnerstagabend im Haus Burgberg.Christina Poppe steht der TSGW für weitere zwei Jahre vor, ihre Stellvertreterin bleibt Angelika Windßus Beninga. Als Schriftführerin wurde Barbara Becker ebenso bestätigt wie Uta Kemmerer als Pressewartin. Die Verantwortung für die Kasse hat jetzt Claudia Heick. Beisitzer sind Kai Bartels und Beate Dowson.
In ihrem Jahresbericht sparte Christina Poppe nicht mit Kritik an der Wildeshauser Stadtverwaltung und Bürgermeister Franz Duin. Über Jahre hinweg hätten sie die TSGW mit ihrer Zusage, die Errichtung eines mobilen Tierheimes am Klärwerk zu prüfen, nur hingehalten. Die Stadtverwaltung habe die TSGW mit „fadenscheinigen Argumenten abgebügelt“, bescheinigte die Vorsitzende den Verantwortlichen. Damit sei das Ziel der TSGW, ein eigenes Tierheim zu realisieren, in weite Ferne gerückt, so Pope. Inzwischen hat die TSGW einen Betreuungsvertrag mit dem Tierhof Gass in Goldenstedt abgeschlossen. Hier wird ein Teil der zu betreuenden Hunde untergebracht.
Die finanzielle Situation der TSGW ist zufriedenstellend, auch im Jahr 2004 konnte ein leichter Überschuss erwirtschaftet werden. Sorgen bereitet aber die Entwicklung der Tierarztkosten, weil die Erstattungen der Stadt Wildeshausen sowie der Gemeinden Dötlingen und Großenkneten die Kosten nicht decken.
Die Mitgliederzahl der TSGW ist rückläufig. Der Rückgang von 255 auf 225 Mitglieder beruht aber in erster Linie auf der Streichung Zahlungsunwilliger aus der Kartei. Zur Feier des 20-jährigen Bestehens soll am 31. Juli ein Aktionstag in Wildeshausen veranstaltet werden.
