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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Jubiläum: Holz gespalten und Käfer gesammelt

19.04.2018

Wildeshausen 70 Jahre ist es her, dass Manfred Rollié, Bernard Debbeler und 16 weitere junge Frauen und Männer ihren Abschluss an der Mittelschule am Marschweg in Wildeshausen machten. Viel ist passiert seit jener Zeit, in der die Schüler noch selbst das Holz für den Schulofen spalten und schleppen mussten, keine Schulbücher zur Verfügung standen und man lange Wege zu Fuß oder mit dem Rad auf sich nehmen musste, um aus Dötlingen oder Holzhausen in die Schule zu kommen.

„Unsere Klassengemeinschaft aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren hat sich nie aus den Augen verloren“, freut sich Rollié. Der Wildeshauser Altbürgermeister machte es sich dann auch 1973 – 25 Jahre nach der Entlassung – zur Aufgabe, ein erstes Treffen zu organisieren. Fortan kam man regelmäßig in immer engeren Abständen zusammen. „Es ist eine schöne Erfahrung, dass die Erinnerungen aus einer einfachen, schlichten und für viele entbehrungsreichen Zeit eine Gemeinschaft über viele Jahre zusammenhält“, sagt Debbeler, der die Treffen seit langem organisiert.

An diesem Samstag, 21. April, ist es wieder soweit. „Um 15 Uhr starten wir mit einer Kaffeetafel im Landhaus Thurm-Meyer. Dann kann nach Herzenslust geklönt werden“, sagt Debbeler.

Elf der noch lebenden Absolventen von 1948 haben zugesagt. „Mit dabei sind Gisela Frey, Walter Dellwisch, Manfred Rollié, Wiltrud Schauer, Lore von Otte, Hanna und Horst Hartmann, Hans-Georg Heitzhausen, Hildegard Jacobi, Lucia Hengemühle und ich“, freut sich Debbeler über die tolle Resonanz. Absagen habe es hingegen von Heinz Harms aus Hamburg und Thea Schröter aus Kanada gegeben.

Ein großes Rahmenprogramm sei diesmal nicht geplant. „Früher haben wir eine Rundfahrt mit dem Bus gemacht oder uns zum Beispiel die Privatschule Gut Spascher Sand angesehen, wo wir als Kinder im Sommer Kartoffelkäfer eingesammelt und im Herbst die Kartoffeln aus dem Acker geholt haben“, erinnert sich Debbeler. Am Samstag werde es jedoch etwas ruhiger zugehen.

Zu erzählen wird es dennoch viel geben: Zum Beispiel, wie einmal fast die Lehrerin Feuer gefangen hätte, weil sie zu nahe am Ofen stand, oder wie Mitschüler Traugott Töllner sich im Winter auf dem Ofen vorgewärmte Penter-Klinker unter die eiskalten Füße schob, weil die in den Holzpantoffeln nicht warm wurden, oder wie Hanna und Horst Hartmann sich in der gemeinsamen Klasse kennen und lieben lernten.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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