WILDESHAUSEN - Knapp 700 000 Euro soll die Stadt Wildeshausen aus dem Konjunkturprogramm von Bund und Land erhalten. Nun ist Eile geboten: Anträge müssen schnell eingereicht werden, damit noch in der zweiten Jahreshälfte die Mittel fließen können. An Ideen für Projekte mangelt es nicht. Ganz oben auf der Wunschliste: eine neue Turnhalle an der St.-Peter-Grundschule.
„Die Turnhalle ist stark renovierungsbedürftig“, sagte CDU-Fraktionschef Dr. Volker Pickart am Donnerstag auf NWZ -Anfrage unter Verweis auf ein seit längerer Zeit vorliegendes Gutachten. Darin wird unter anderem die schlechte Wärmedämmung bemängelt. In einem entsprechenden Antrag schlägt die CDU vor, die alte Sporthalle abzureißen und durch eine neue Zwei-Feld-Halle zu ersetzen. Eine Tribüne, wie bei der Sporthalle Im Hagen ist aus Sicht der Union nicht erforderlich. Da für den kommunalen Sportstättenbau bereits bis zum 31. März ein entsprechender Antrag in Hannover vorliegen muss, sollte das Thema am Donnerstagabend noch im Verwaltungsausschuss behandelt werden.
Ganz oben auf der Liste beim Gruppenpartner FDP stehen Straßen, Schulen und das Kurbad im Krandel. Einen Antrag der FDP gibt es nicht. „Wir sind noch in der Findungsphase“, sagte Fraktionschef Hergen Stolle.
Die Erweiterung der Sporthallen-Kapazitäten hält auch Jan Prinzwald (Grüne) für „eine gute Idee“. Seiner Ansicht nach sollten die Mittel vorwiegend in die Schulsanierung fließen. „Wenn das Geld da ist, sollten wir es nutzen.“
Auf der Liste der SPD steht eine Sanierung des Kurbades ganz obenan. „Ein Abriss ist aus unserer Sicht nicht erforderlich“, sagte Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann. „Viele Bürger können sich ein neues Hallenbad auch gar nicht vorstellen.“ Bevor die SPD aber einen Antrag stelle, wolle sie von der Landtagsabgeordneten Renate Geuter, zugleich finanzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, nähere Informationen über die Bedingungen des Konjunkturpakets erhalten. Insgesamt soll Wildeshausen 519 733 Euro als Zuschuss erhalten; hinzu kommt ein Eigenanteil von 173 244 Euro. Wie Kämmerer Thomas Eilers sagte, müssen die Mittel voraussichtlich im Nachtragshaushalt dargestellt werden.
