WILDESHAUSEN/LANDKREIS - Fünf Gemeinden im Landkreis Oldenburg ziehen mit der Tierschutzgruppe Wildeshausen an einem Strang, um endlich einen geeigneten Standort für ein neues Tierheim zu finden. Zum Start einer Unterschriftenaktion auf dem Wildeshauser Marktplatz konnte Vereinsvorsitzende Christina Poppe am Donnerstag die Bürgermeister Dr. Kian Shahidi (Wildeshausen), Heino Pauka (Dötlingen), Elke Szepanski (Hatten), Großenknetens stellvertretenden Bürgermeister Rolf Jessen und den 1. Samtgemeinderat von Harpstedt, Ingo Fichter, begrüßen. „Wir stehen hinter der Arbeit der Tierschutzgruppe“, betonte Shahidi.
In dem Unterschriftenblatt wird weiterhin das Gelände einer Flugleitanlage in der Holzhauser Heide als Standort für das neue Tierheim bevorzugt. „Wir halten Holzhausen weiterhin für ideal“, betonte Poppe. Mit der Aktion ging es aber zunächst einmal darum, klarzustellen, dass es dringenden Bedarf für ein Tierasyl gebe. „Der älteste Bericht für ein Tierheim datiert von 1985“, wies Annelies Müller auf die lange Suche hin.
Die FDP-Kreistagsfraktion hatte am Dienstag ein rund 6500 Quadratmeter großes Areal an der B 213, Abzweigung Richtung Simmerhausen (Gemeinde Prinzhöfte), ins Spiel gebracht. Aus Sicht der Tierschutzgruppe fallen hier aber zu hohe Kosten an. „Wenn der Kreis sich nun bei der Standortfrage einschaltet und ein Objekt ausgewählt wird, das deutlich teurer ist, muss er auch bereit sein, sich mit einer entsprechenden Summe am Tierheim zu beteiligen“, erklärte Bürgermeister Shahidi. Es müssten endlich Entscheidungen herbeigeführt werden. Er würde es bedauern, wenn sich das Projekt noch jahrelang hinziehe. Hattens Bürgermeisterin Szepanski sagte, sie sei dankbar, dass Wildeshausen die Initiative ergriffen habe. Jessen wollte den Gesprächen in den Gremien der Gemeinde Großenkneten nicht vorgreifen.
Als eine der ersten Passantinnen trug sich Sabine Grotheer, die mit ihrem Hund „Balu“ auf dem Wochenmarkt unterwegs war, in die Liste ein. Auch sämtliche Gemeindevertreter unterschrieben. Wie Poppe sagte, kamen am Donnerstagvormittag 400 Unterschriften zusammen. Einige Tierfreunde seien extra nach Wildeshausen gekommen, um zu unterschreiben.
