Wildeshausen/Landkreis - „Heutzutage ist es schwer, ein Mädchen zu sein.“ „Das Schönste daran, ein Mädchen zu sein, ist, eine beste Freundin zu haben.“ „Verbanne ,Das ist nichts für Mädchen’ aus deinem Wortschatz.“ Es sind unterschiedliche Aussagen, die Mädchen der fünften bis achten Klasse auf die Postkarten geschrieben haben. Postkarten, die der Arbeitskreis Mädchenarbeit in Jugendhäusern und Schulen des Landkreises Oldenburg anlässlich des Weltmädchentages verteilt hatte. Verbunden war die Verteilung mit einem Gewinnspiel.

143 Karten kamen zurück – mit Aussagen, was es bedeutet, ein Mädchen zu sein. Fünf dieser Karten haben am Donnerstag, dem Internationalen Mädchentag, Beate Pollak, Majken Hjortskov, Maria Rüschendorf, Dorothea Debbeler und Katrin Gaida-Hespe vom Arbeitskreis im Wildeshauser Kreishaus gezogen. Die Gestalterinnen bekommen je nach Platzierung einen Gutschein für zwei Personen – ein Besuch im Jumphouse, in der Kletterhalle, im Kino, im Eiscafé sowie, je nach Alter, für den Tag Mia (Mädchen in Aktion) oder für die Veranstaltung Tanzrausch.

Mit Papierschmetterlingen, verschiedenen Farben und Zeichnungen hatten die Mädchen die Karten gestaltet – auf eine Bewertung verzichteten die Frauen vom Arbeitskreis. Deshalb entschieden sie sich für die Ziehung.

Mia ist wohl die bekannteste Aktion des Arbeitskreises Mädchenarbeit. „Wir haben uns überlegt, mal etwas anderes zu machen“, erklärte Rüschendorf. Mit den Postkarten wolle der Arbeitskreis Mädchen darauf aufmerksam machen, dass ihnen alle Möglichkeiten offenstehen. Die Schülerinnen konnten den Satz „Because I am a girl“ (Weil ich ein Mädchen bin) vervollständigen. Ein Mädchen könne sowohl „Lillifee“ als auch „Bob der Baumeister“ sein. „Es ging auch darum, das Thema in den Unterricht einzubringen“, ergänzte Gaida-Hespe.

Ab Montag werden die Postkarten im Foyer des Kreishauses an der Delmenhorster Straße bis Ende des Monats ausgestellt. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am 22. Oktober, 17 Uhr. Die Arbeitskreis-Mitarbeiterinnen informieren bis dahin die Gewinnerinnen. Anschließend wandert die Ausstellung nach Ganderkesee. Wandern soll auch der Grundgedanke des Weltmädchentages – und nicht nur für einen Tag in den Köpfen bleiben, so Debbeler.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen