WILDESHAUSEN - „Man hat viel voneinander gelernt, Freundschaften sind entstanden. Man hat gemeinsam gelernt, dass man politisch immer stärker kämpfen muss, um Dinge zu bewegen“, meinte Manfred Wulf, als er für die Mittelstandsvereinigung Wildeshausen eine Bilanz der 30-jährigen Freundschaft von CDU/MIT zur CSU im bayerischen Ansbach zog. Auf dem Anwesen von Claus-Dieter Schmidt in Kleinenkneten wurde das Jubiläum mit der neunköpfigen Delegation aus Ansbach am Freitagabend gebührend gefeiert.
Mit dabei von Ansbacher Seite die Männer der ersten Stunde, Klaus-Dieter Breitschwert, Otto Schaudig sowie Herbert Matijas. Breitschwert und Schaudig nahmen von Wulf ein Bild des Wildeshauser Künstlers Franz Römer entgegen. Und sie wurden für ihre Verdienste um die Partnerschaft und in Anerkennung ihres persönlichen Einsatzes zu Ehrenmitgliedern der MIT Wildeshausen ernannt.
Einen Bierseidel gabs für Herbert Matijas als Dank für die immer perfekte Organisation der Wildeshauser Besuche in Ansbach. Und es gab weitere Präsente für die Ansbacher Freunde.
Diese revanchierten sich ebenfalls mit Präsenten, wobei Klaus-Dieter Breitschwert ganz besonders Rudi Pelz und Reinhold Stöver mit einem bayerischen Prozellanlöwen auszeichnete. Pelz und Stöver waren die „Motoren“ der Partnerschaft von Anfang an.
Dass es dazu kam, ist dem hiesigen CDU-Mann Rudi Pelz zu verdanken. Er las seinerzeit im Bayernkurier von einem jungen, aufstrebenden CSU-Kreisvorsitzenden in Ansbach. Das war Klaus-Dieter Breitschwert, heute Landtagsabgeordneter im bayerischen Parlament.
Rudi Pelz nahm im Jahr 1980 mit Breitschwert Kontakt auf, ob man sich nicht einmal zu einem Gedankenaustausch treffen wolle. Breitschwert und Schaudig fuhren mit ihren Frauen nach Wildeshausen. Das Erste, was sie erlebten, war eine zünftige Kohl- und Pinkeltour. Manfred Wulf nannte neben Rudi Pelz und Reinhold Stöver, Rolf Hüffermann, Anneliese und Fritz Nordmann, Karl Tedsen, Uwe Leinemann, Alrich Strathmann, Günter Vorberger und Manfred Rollié, die damals bei den ersten Gesprächen dabei waren.
In den vergangenen Jahren hat es eine Vielzahl von Treffen gegeben. Es wurde eine echte Freundschaft. „Es hat immer gut funktioniert“, stellte Klaus-Dieter Breitschwert fest. Man habe sich gegenseitig befruchtet. Entscheidend sei das Zwischenmenschliche, das immer gestimmt habe. „30 Jahre gelebte Partnerschaft“, nannte es stellvertretende Bürgermeisterin Christa Plate, die ebenfalls Präsente im Namen der CDU verteilte.
An der Jubiläumsfeier nahm auch CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley teil. Bley und Breitschwert haben übrigens Gemeinsamkeiten. Breitschwert ist Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern und Landesinnnungsmeister des bayerischen Kraftfahrzeugtechnikerhandwerks. Karl-Heinz Bley ist Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen.
Die Ansbacher Gäste waren bereits am Freitagnachmittag in Wildeshausen begrüßt worden (dieNWZ
berichtete).Nach der Feier am Freitagabend bei Claus-Dieter Schmidt ging es am Sonnabend nach Bremerhaven. Am Sonntag traten die Ansbacher die Heimreise an.
