WILDESHAUSEN - Thomas Harms ist neuer Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Wildeshausen. Der 51-jährige Berufssoldat wurde am Freitagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung in geheimer Wahl einstimmig zum Nachfolger von Gerda Lehmensiek gewählt. „Du hast den Ortsverein auf deine Art geleitet, aber immer 120 Prozent gegeben“, würdigte der 2. Vorsitzende Walter Panschar die Verdienste Lehmensieks.

Die 20 anwesenden wahlberechtigten Mitglieder bestätigten Panschar einstimmig im Amt. Kassierer bleibt Jürgen Wiesner, Schriftführer Ulrich Becker. Bei der von Ratsherr Stephan Dieckmann geleiteten Wahl wurden Miriam Fastje, Gerda Lehmensiek, Rajabali Samadi und Jürgen Schlausch zu Beisitzern bestimmt. Zum zweiten Revisor neben Rudolf Drieling, dessen Amtszeit noch ein Jahr dauert, wurde Ludger Marcy gewählt. Nach Angaben von Kassierer Jürgen Wiesner hat die SPD in Wildeshausen 91 Mitglieder – vier kamen im vergangenen Jahr dazu. „Erstmals seit langer Zeit gab es keine Austritte“, so Wiesner.

In ihrem letzten Rechenschaftsbericht ging Lehmensiek unter anderem auf die Kommunalwahl 2011 ein. Besonders tragisch sei der Verlust eines Ratssitzes durch eine fehlende Stimme gewesen. Eine erneute Stimmauszählung konnte nicht erreicht werden. Nach dem Erfolg einer Veranstaltung mit den Altbürgermeistern Henning Scherf (Bremen) und Franz Duin (Wildeshausen) zum Thema „Wohnen im Alter“ soll 2012 eine Fortsetzung mit einem Architekten folgen.

Aus der Ratsarbeit berichtete die SPD-Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann. Die SPD trage die Standortwahl für das neue Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch mit. Ein Hauptaugenmerk werde die Fraktion weiter auf die Schulsozialarbeit und die nachschulische Betreuung legen. „Die SPD favorisiert die Einrichtung einer Ganztagsschule im Grundschulbereich“, so Goosmann, „damit werden mehr Kinder in den Genuss der Betreuung kommen als in einem reinen Kinderhort.“

Ratsvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) zeigte die veränderten Pläne für die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (StEM) auf, um rasch zusätzliches Bauland zu bekommen. Die SPD werde dem Flächentausch zwischen Stadt und Landwirt Eike Bruns im Bereich der StEM zustimmen. Die Landtagsabgeordnete Renate Geuter berichtete aus der Arbeit in Hannover. Im Landeshaushalt stecke ein strukturelles Defizit von 1,85 Milliarden Euro. Daher werde die SPD im Landtagswahlkampf „keine vollmundigen Versprechen“ machen. Im Fall eines Regierungswechsels müssten erst die Finanzen in Ordnung gebracht werden, meinte sie.