• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
13.09.2017

Wildeshausen Das Qualitätsmanagement des Krankenhauses Johanneum beinhalte seit Langem ein „umfangreiches Management-System für Patientensicherheit“. So haben der Verwaltungsdirektor des Wildeshauser Krankenhauses, Hubert Bartelt, und der Ärztliche Direktor Dr. Alexander Terzic auf die Mordserie des Krankenpflegers Niels Högel reagiert. Nachdem er bereits wegen sechsfachen Mordes verurteilt wurde, haben die Ermittler herausgefunden, dass er weitere 84 Menschen mit Medikamenten getötet hat.

Auf NWZ-Anfrage teilten Bartelt und Terzic schriftlich mit, dass zahlreiche Maßnahmen im Klinikalltag standardisiert Anwendung fänden, darunter interdisziplinäre Fallbesprechungen, das konsequente Einhalten von Richtlinien, Pflegestandards, Hygienestandards, klinische Behandlungspfade, Checklisten, Einarbeitungskonzepte, Patientenarmbänder oder auch stringentes Verfahren der Patientenaufklärung.

Regelmäßige interne Audits (Begehungen) aller Klinikbereiche durch das Qualitätsmanagement dienten der stetigen Überprüfung. „Auffälligkeiten werden sofort erkannt, protokolliert, analysiert, bewertet und auf ihre Behebung hin kontrolliert“, erklärten Bartelt und Terzic. Hinzu kämen die regelmäßigen Zertifizierungen der Behandlungsqualität des Krankenhauses durch externe Fachleute.

Ins Qualitätsmanagement eingebettet sei ebenfalls das Protokollieren von Arzneimittelvergabe und -verbrauch. Hier gelte das Vier-Augen-Prinzip. „Kleinste Auffälligkeiten fallen sofort auf und ziehen ein entsprechendes Handeln nach sich“, so Bartelt und Terzic. Überdies käme im Johanneum regelmäßig die Arzneimittelkommission zusammen, die die Gesamtübersicht über die verwendeten Arzneimittel und deren Verbrauch habe.

Auch das Notfall-Management, das nach jeder Reanimation eine protokollierte Nachbesprechung mit allen Beteiligten des Notfalleinsatzes fordere, diene dazu, mögliche Auffälligkeiten sofort zu erkennen und entsprechend zu handeln. Gleiches gelte für eine laufende Analyse der Sterberate und Todesursachen im Krankenhaus. Darüber hinaus leiste im Johanneum die fachdisziplin- und berufsgruppenübergreifende Morbiditäts- und Mortalitätskonferenz die Aufarbeitung bei bemerkenswerten Behandlungsverläufen und Todesfällen.

Ein weiterer Bestandteil des Managements-Systems für Patientensicherheit ist das „Critical Incident Reporting System“ (CIRS). Dieses System, mit Hilfe dessen die Mitarbeiter anonymisiert Meldung machen können, diene der Aufarbeitung, Auswertung sowie Vermeidung von Fehlern und Fehlerquellen. Seit der Einführung des Systems im Jahr 2012 hätten klinische Prozesse und Behandlungsabläufe weiter optimiert werden können, so Bartelt und Terzic.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

Weitere Nachrichten:

Krankenhaus Johanneum | Johanneum

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.