WILDESHAUSEN - Die verkehrsberuhigten Privatstraßen in Bereich des Bebauungsplanes Nr. 64 „Stadtfelde“ in Wildeshausen sollen nicht „Spascher Sand Resort“ heißen. Einstimmig verwarf der Bau- und Umweltausschuss (BU) am Donnerstagabend den Vorschlag der Verwaltung. Investor Wolfgang Rixen wurde aufgefordert, neue Vorschläge zu machen.

Ulrich Kramer und Karin von Elbwart (CDU) wiesen darauf hin, dass es insbesondere Feuerwehr und Rettungsdienste schwer hätten, in dem Bereich ein Haus zu finden, falls alle Straßen „Spascher Sand Resort“ heißen sollten. „Schon jetzt fahren Lkw, die zur Düngstruper Straße wollen, nach Düngstrup“, zog von Elbwart einen Vergleich. Von einem „Ding aus dem Tollhaus“ sprach Karl Schulze Temming-Hanhoff: „Hier soll nur eine Bezeichnung für ein 115 Hektar großes Gebiet gelten.“ Für die Benennung von Straßen sei immer noch die Stadt verantwortlich. Ausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) verlangte „eindeutige Straßennamen – ohne englischen oder französischen Einschlag“.

Susanne Plaspohl-Rademaker vom Büro Mumm & Partner stellte den Stand der Planungen im Rahmen der Verbunddorferneuerung vor. So soll die Natursteinstraße in Pestrup einen etwa 60 Zentimeter breiten, gepflasterten Seitenstreifen erhalten, um Radfahrern das Fortkommen zu erleichtern. Der Dorfgemeinschaftsplatz erhält ein Überdachung. Die Ausschussmitglieder monierten die Ausgaben für die Buswartehäuschen, die inklusive Sockel und Pflaster 26 000 Euro pro Stück kosten sollen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Möglichkeiten der Kostenreduzierung zu prüfen. Auf Anregung von Hermann Hitz (UWG) sollen Gespräche mit der BBS Wildeshausen geführt werden, um die Häuschen im Rahmen der Ausbildung zu erstellen.