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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

„Eine Dienststelle zum Wohlfühlen“

29.12.2018

Wildeshausen An der Wand hängt der Ganderkeseer Faschingsorden; darunter eine Plakette der Polizei aus dem polnischen Partnerlandkreis Nowomiejski. An der Pinnwand kleben ebenfalls einige markante Zettel. Ganz in Grün: die Quittung des Hohen Gerichts der Schützengilde wegen „schweren Vergehens“ an Pfingsten. Alles kleine Erinnerungsstücke an ihr erstes Jahr an der Spitze des Polizei-Kommissariats Wildeshausen. „Eine Dienststelle zum Wohlfühlen“, sagt Gerke Stüven.

Seit 1. Februar leitet die 37-jährige Polizei-Oberrätin als Nachfolgerin von Markus Voth die Polizei im Landkreis Oldenburg – mit insgesamt rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Eine interessante und spannende Aufgabe“, zeigt sich Stüven zufrieden. Als Leiterin des Zen­tralen Kriminaldienstes in der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland habe sie sich zuvor stark auf eine Aufgabe fokussiert. Nun erlebe sie die ganze Vielfalt des Jobs.

Bei gleich drei Großveranstaltungen im Landkreis – Fasching in Ganderkesee, die Landtage Nord und das Gildefest – war Stüven bei den Einsätzen vor Ort. Das Konzept habe gegriffen – auch weil viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen ihr Know-how einbrachten. „Aber wir müssen immer achtsam sein und immer aufs Neue mit gesundem Sachverstand planen.“

„Vatertags-Randale“

Ein Beispiel hat Stüven sofort parat: die „Vatertags-Randale“ am Gasthof Menkens („Zum Grünen Hof“) in Hoykenkamp, als eine große Zahl überwiegend junger Leute höchst aggressiv gegenüber der Polizei aufgetreten war. 14 Strafverfahren gegen Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wurden eingeleitet – überwiegend wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollzugsbeamte. Eine Ermittlungsgruppe hat die Geschehnisse aufgearbeitet und die beteiligten Personen identifiziert. Für den Himmelfahrtstag 2019 werde sich die Polizei entsprechend wappnen und zusätzliche Kräfte einplanen. Aber auch die Veranstalter will Stüven stärker in die Pflicht nehmen.

In höchsten Tönen lobt die gebürtige Hamburgerin das Gildefest. „Es ist schon etwas Besonderes, wie hier Tradition gelebt wird“, sagt Stüven, die die Parade auf der Herrlichkeit aus dem Fenster ihres Dienstzimmers beobachten konnte. Besonders froh sei sie, dass die Maßnahmen zum Jugendschutz – in Absprache mit Gilde, Stadt und Jugendamt – gut gegriffen haben.

Erfolgreich gestartet ist in diesem Jahr der Modellversuch zur Erfassung von Verkehrsverstößen per Smartphone. Die Daten übermitteln die Beamten dann digital an die zuständige Bußgeldstelle – in diesem Fall die Kreisverwaltung. Damit nimmt die Polizei im Kreis eine Vorreiterrolle ein. Genau 512 Verkehrssünder wurden seit Juli per „elektronischen Datenermittlungsbeleg“ (EDEB) erfasst. Ende Januar werde sie einen Zwischenbericht ans Innenministerium in Hannover senden. „Der wird sehr positiv ausfallen“, so Stüven.

Mehr Verkehrstote

Die Unfallstatistik für 2018 ist zwar noch nicht abgeschlossen. Aber so viel kann die Kommissariatsleiterin schon sagen: „Wir verzeichnen einen Anstieg der Verkehrsunfälle mit tödlich Verletzten.“ Wurden 2017 noch sechs Verkehrstote auf den Straßen im Landkreis gezählt, waren es in diesem Jahr bislang zwölf – einschließlich des schweren Unfalls an Heiligabend in Großenkneten. Experten führen den Anstieg unter anderem auf den warmen Sommer zurück: Mehr Zweiradfahrer als sonst waren lange unterwegs. Im kommenden Jahr will die Polizei ihre Präventionsarbeit in Sachen „Sicherheit auf zwei Rädern“ verstärken.

Bei der Kriminalitätsbekämpfung werden die Beamten mit einem Dauer-Phänomen konfrontiert: Immer wieder geben sich Betrüger als Polizisten aus. „Über das Jahr hinweg gab es mehrere Wellen an Anrufen“, berichtet Stüven. Das Misstrauen der Betroffenen habe dazu geführt, dass die Taten meist im „Anfangsstadium“ stecken geblieben seien.

Zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel sind viele Glückwünsche von Bürgern auf der Polizeistation eingetroffen. Die Briefe wurden am Treppengeländer, gleich neben dem Weihnachtsbaum, befestigt. Auf eine friedliche Silvesternacht im Landkreis hofft Stüven. Die Polizei sei in jedem Fall gut vorbereitet.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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