WILDESHAUSEN - Franz Duin erhielt den Wacheorden in Silber. Paul Cardenäo bekam ein Bildgeschenk.
Von Frank Jacob
WILDESHAUSEN - Die Uniform sitzt passgenau, und Dr. Kian Shahidi fühlte sich sichtlich wohl in seiner neuen Rolle als General der Wildeshauser Schützengilde. Am Sonnabend nahm er erstmals am Rockappell der Gilde teil.Vor der Brasserie traten die Wachekompanie und das Offizierskorps an, anschließend marschierten sie vorbei an der Gildeuhr, lasen darauf ab, dass es noch 176 Tage bis zum nächsten Gildefest sind und schritten weiter zum Marktplatz, um dort traditionell dreimal die Pumpe zu umrunden. Die Aufgabe gestaltete sich in diesem Jahr etwas schwieriger, da bereits die Buden des Weihnachtsmarktes aufgebaut sind.
Im Lichterglanz des historischen Rathauses blickte der Hauptmann der Wache, Andreas Tangemann, zurück auf die Geschichte des Marktplatzes, der den Wildeshausern 1270 vom Bremer Erzbischof Hildeboldus geschenkt wurde. Schon 300 Jahre früher soll in Wildeshausen ein Markt existiert haben, berichtete Tangemann, bevor es weiter zur Gaststätte Wolters ging, wo Oberst Ernst Frost gemeinsam mit dem Hauptmann den Rockappell durchführte.
„Die Uniformen sind in einem tadellosen Zustand“, teilte Tangemann nach der Anzugskontrolle mit. Lediglich eine Bärenfellmütze müsse ersetzt werden, ein entsprechender Antrag sei bereits gestellt worden. Anschließend zeichnete Tangemann verdiente Mitglieder aus.
Dem früheren Gildegeneral Franz Duin verlieh er den Wacheorden in Silber ebenso wie Thorsten Niester, der seit 1996 Tambour der Wachkompanie ist. Die Auuszeichnung ist auich für den Sonnabend abwesnenden Generalmajor Heinrich Nuxoll vorgesehen, der als Oberst stets ein offenes Ohr für die Belange der Wachkompanie hatte, so Tangemann.
Den Ehrenorden der Wachekompanie in Bronze erhielt Heiner Beckmann, der seit 1986 Mitglied der Wachekompanie ist. Mit einem Bildgeschenk wurde zudem Paul Cardenäo geehrt, der seit 1976 Richter für das Hohe Gericht der Schützengilde war. Andreas Tangemann: „Durch sein persönliches Wirken und sein Engagement war er immer ein Vorbild für die Wachkompanie.“
Im Beisein der Frauen feierten die Wachekompanie und das Offizierskorps, insgesamt 180 Gäste, den Wacheball bis in die frühen Morgenstunden.
