Wildeshausen - Für Handwerker gibt es keine Sommerpause. Schon seit einiger Zeit sind das Veterinäramt und Teile des Straßenverkehrsamts am Kreishaus in Wildeshausen eingerüstet. Fachleute aus Tirol montieren Aluplatten vor die Fenster des Gebäudes. Bereits vor zwei Jahren hatte der Kreis die Fenster des Gesundheitsamtes nachrüsten lassen. Zwar koste die Verblendung rund 800 000 Euro, wie Ludger Krone vom Hochbauamt sagte. Gleichzeitig könne der Kreis aber jährliche Wartungskosten von etwa 50 000 Euro sparen.

Das Problem verfolgt die Verantwortlichen in der Kreisverwaltung bereits seit den 1980er Jahren. Die Fensterrahmen seien nur lasiert worden und müssten regelmäßig gestrichen werden. Da Holz und Rahmen noch weitgehend in Ordnung seien, habe man sich zu der Lösung mit den Aluprofilen entschieden. Nach der ersten Sanierungsphase vor zwei Jahren ging allerdings die beauftragte Firma aus der Region in die Insolvenz. Der Kreis musste neu ausschreiben. Ein Unternehmen aus Österreich erhielt den Zuschlag. Es habe seine Aufgabe erledigt und rücke 2019 wieder an. Ausgetauscht werden zugleich die Sockelplatten. „Die hatten einmal den Farbton Mai-Grün“, hat Krone extra in alten Unterlagen ermittelt. Grün und anthrazit werden die Rahmen auch wieder gestrichen.

Zugleich werden auf allen drei Etagen des Altbaus die Sanitäranlagen saniert. „Die Abflussrohre hatten sich bereits zugesetzt“, berichtet Krone. Die Installationen seien erfolgt. Am Montag will der Fliesenleger kommen.