WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN - Zuletzt gab es nur noch zwei Anwärter auf den Wildeshauser Schachthron: Der Hatter Jan-Hendrik Schöne führte vor der neunten und letzten Runde mit 7 Punkten vor Jürgen Meyer mit 6,5 Punkten.

Beide waren bereits in der vierten Runde aufeinander getroffen – der Sieger hieß da Schöne. Ein Remis in der letzten Partie gegen Christian Ziemann hätte ihm im Falle eines Sieges von Jürgen Meyer am Ende trotzdem nicht gereicht. Schöne entschied sich daher „für eine Variante, die ein bisschen Leben in die Partie bringt“, und antwortete auf Ziemanns Eröffnung nicht mit seiner Lieblingsvariante, sondern mit der sizilianischen Verteidigung – sehr zur Überraschung der Anwesenden und vor allem des Gegners, der nicht so recht ins Spiel fand. Nach 22 Zügen hieß es dann „Matt“, und Jan-Hendrik Schöne wurde neuer Stadtmeister. Meyer, der seine Partie gegen Manfred Kolhoff ebenfalls gewann, wurde Zweiter.

An der Meisterschaft nahmen 23 Spieler teil. Jeder absolvierte neun Partien nach dem „Schweizer System“. Der Titelverteidiger, Günter Riedel, nahm nicht teil: Der Rekordmeister der letzten Jahre ist aus Wildeshausen weggezogen und spielt mittlerweile in Quakenbrück.