WILDESHAUSEN - Als „Tag der Jugend“ bezeichnete Dr. Jochen Vahrenhorst, Präsident des Rotary-Clubs Wildeshausen, das Treffen am Montagabend. Luca Lisse aus Brasilien, Taylor Bresnahan aus den USA und Aayush Shah aus Indien, die zurzeit bei Gastfamilien in der Region untergebracht sind, stellten sich vor. Annalena Schwierzi aus Wildeshausen berichtete von ihrem einjährigen Aufenthalt in Peru. „Ein Austauschjahr ist nicht so lang, wie es am Anfang scheint“, machte sie jenen Mut, die sich für ein solches Programm interessieren.

Gerade die letzten Tage seien viel zu schnell vorbei gegangen, erzählte Schwierzi, die bei Gastfamilien in Arequipa, im Süden Perus, untergebracht war. Natürlich vergaß sie nicht, Andenken für Familie und Freunde zu kaufen: „Kokablätter – dort durchaus alltäglich – wären mir wohl am Flughafen als Drogen zum Verhängnis geworden. Und auch Armbänder aus Anakonda-Knochen sind an der Grenze nicht gerade beliebt.“ Sie entschied sich für Kleidung als Alpaka, einer Art flauschiges Lama, und das alkoholhaltige Nationalgetränk Perus, „Pisco“. Auch Mini-Trommeln und Saiteninstrumente hätten noch im Koffer Platz gefunden.

„Das Schlimmste war, mich von meiner Gastfamilie und den neu gewonnenen Freunden zu verabschieden“, berichtete Schwierzi. „Wer weiß, ob ich sie jemals wiedersehen werde?“ Kontakt mit der Heimat hatte sie während der zwölf Monate in Peru per E-Mail gehalten. Obwohl Peru ursprünglich nicht ihre erste Wahl war, berichtete sie begeistert von diesem Lebensabschnitt. „Manchmal vermisse ich gewisse Lebensphilosophien aus Peru – wie die offene, herzliche und spontane Art der Menschen dort.“ Ähnliche Erfahrungen haben auch Max Gaber, der in den USA war, und Ulrike Verst (Mexiko) gemacht. Beim Rotary-Abend stellte sich auch Lea Hansen vor, die am liebsten in die USA oder nach Australien möchte.

Informationen über einjährige Auslandsaufenthalte und über das Kurzaustauschprogramm erteilt der Jugenddienstbeauftragte der Rotarier in Wildeshausen, Hans Ulrich, 04431/2357.