Wildeshausen - „Alle Mann an Bord“, freute sich Oberst Willi Meyer. „Wir sind bestens vorbereitet.“ Bei der Offiziersversammlung am Dienstagabend erfolgte der offizielle Zuschnitt des diesjährigen, 616. Gildefestes. Auch der General der Gilde, Bürgermeister Jens Kuraschinski, zeigte sich auf dem Ratssaal bestens gelaunt. Er betonte bei der Begrüßung, dass es sich beim Biertest keinesfalls um eine „Entwurmungskur“ handele.
Für die Traditionsveranstaltung ist für Offiziere der Große Festanzug Pflicht, also schwarzer Anzug, Zylinder, weiße Handschuhe, Handstock und der Papagoy am Revers. Der Fähnrich der Wachkompanie, Andreas Müller, seine Ehefrau Julia sowie das Schafferpaar Andrea und Fabian Reinke hatten die Versammlung vorzubereiten und für die Verpflegung der 45 anwesenden Offiziere zu sorgen. Die Tische waren mit roten und blauen Servietten – den Oldenburger Farben – dekoriert. Gebäck, Kuchen und Bier waren ebenso ausreichend vorhanden wie Tonpfeifen und Tabak. Doch geraucht werden musste vor dem Rathaus.
Schaffer Fabian Reinke (35) präsentierte den neuen eisernen Vogel für das Königsschießen am kommenden Dienstag im Krandel. Er hatte drei Biere mitgebracht: ein Kirsch-Porter, ein Schwarzbier und ein „Paderborner Malz“ – zur Erinnerung an seine Studienzeit in der ostwestfälischen Stadt. König Thorsten Graf stellte die neue Plakette für die Königskette vor: Sie zeigt einen Zylinder und die Aufschrift „Die Gelben“ – Grafs Pfingstclub. Nach der Entlastung von Fähnrich Müller übergab der General das Inventar feierlich an Schaffer Fabian Reinke. Und traditionell wurde zum Abschluss das Wildeshauser Lied gesungen.
