Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

SPD Roßmann „trainiert“ Genossen

PETER KRATZMANN

WILDESHAUSEN - Norbert Roßmann ist neuer SPD-Ortsvereins-Vorsitzender in Wildeshausen. Mit 24 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wählten ihn die Genossen am Freitagabend im Kayserhaus in Wildeshausen bei der Jahreshauptversammlung zum Nachfolger von Stephan Dieckmann. Der 54-Jährige Roßmann ist gelernter Telekommunikationselektroniker, war selbstständig im Finanzdienstleistungsbereich tätig, Schulungsleiter und ist heute Produktmanager in einem Softwareunternehmen. Seine Erfahrungen als Trainer will er nun in den Ortsverein einbringen, um die Ziele der SPD voranzutreiben.

Wiedergewählt wurden in den Vorstand die stellvertretende Vorsitzende Gerda Lehmensiek, Kassierer Jürgen Wiesner und Schriftführer Ulrich Becker. Ferner bleiben Peter Thiel und Holger Busch nach Wiederwahl als Beisitzer weiter im Amt. Unterstützt werden sie durch die hinzugewählten Beisitzer Janka Röckener und Ludger Marcy.

Zuvor hatte Ortsvereinsvorsitzender Stephan Dieckmann seinen Jahresbericht abgegeben. „Das Amt des Vorsitzenden ist ein tägliches Amt“, so Dieckmann. Auch ohne seine berufliche Tätigkeit hätte er den Posten mit Rücksicht auch auf die Familie nicht weiterführen können.

Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann gab ihren Bericht aus der Ratsarbeit ab. Ganz aktuell halte das Thema Schwimmbad in Atem. Vor allem aber die Frage: Wie geht es weiter mit dem Bau? Das City-Management schlafe wohl noch, stellte sie fest. Beim Ausbau der Deekenstraße sei fraglich, wie sich die Straße in Zukunft auf Garten- und Kaiserstraße auswirken werde. Das Gesundheitszentrum Wildeshausen sei für Arbeitsplätze und die Stadt wichtig. Goosmann bemängelte die Kommunikation mit der SPD. So verzögere sich alles unnötig.

Auch die Ansiedlung eines Edeka-Marktes an der Harpstedter Straße, der größer als erlaubt werden würde, sei problembehaftet, da unweit ein Rewe-Markt, Bäcker und Aldi-Markt bereits bestünden.

Weitere angeführte Punkte waren die 20 Jahre währende Standortfrage für ein Tierheim, die Rixen-Pläne für das Kasernengelände und die Gestaltung des Bahnhofs. Die Hähnchen-Mastanlage in Bargloy, die auf SPD-Antrag erfolgte Verlegung des Wochenmarktes, Schaffung eines Industriegebiets, neue Fahrradboxen am Bahnhof sowie ein Parkplatz am Pestruper Gräberfeld rundeten ihre Ausführungen ab.

Duin: „Tut weh“

Zur Ratspolitik

meinte Evelyn Goosmann: „Es stimmt eigentlich nicht, dass es eine schlechte Streitkultur im Rat gibt. Vielmehr liegt es an einzelnen Personen, wie sie sich selber darstellen. Für einen Bürgermeister ohne eine Gruppe im Rücken ist dies eine schwierige Situation. Es ist kein Problem des Rates, sondern der Mehrheitsgruppe. Letztendlich kann sie sich nicht mit der verlorenen Bürgermeisterwahl abfinden.“ Alt-Bürgermeister Franz Duin sagte: Es tue weh, wenn man bei der Kirchensynode in Rastede angesprochen werde, was denn eigentlich in Wildeshausen los sei.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

BALLSPORT IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden