Wildeshausen - Stimmen die politischen Gremien zu, könnten schon im Spätsommer die ersten Häuser in einem neuen Wohngebiet am Pickerweg in Wildeshausen entstehen. Die Politik macht Druck, dass schnellstens der Bebauungsplan Nr. 68 aufgestellt wird. Der Bau- und Umweltausschuss will sich in seiner Sitzung am Dienstag, 16. April, dem Thema widmen.

Auf dem gut 2,4 Hektar großen Gebiet sollen bis zu 40 Wohneinheiten entstehen, die vor allem für Bürger mit durchschnittlichem Einkommen erschwinglich sind. Investor Helmut Müller hatte das Areal gekauft. Die Ratsgremien wollten aber zunächst die Entwicklung im Bereich des ehemaligen Kasernengeländes (Bebauungsplan Nr. 64 „Stadtfelde“) voranbringen. Dort setzt Investor Wolfgang Rixen sein Projekt „Resort Spascher Sand“ um. Das von Müller in Gang gesetzte Normenkontrollverfahren gegen den B-Plan scheiterte vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg (die NWZ  berichtete).

Im Blickpunkt steht unter anderem die Frage, wie sich die Nutzung des Sportplatzes auf dem Resort Spasche mit dem neuen Wohnbaugebiet am Pickerweg verträgt. Dazu soll es am 21. Februar, unmittelbar vor der Sitzung des Verwaltungsausschusses, ein klärendes Gespräch mit Rixen geben. Dabei stellt sich die Frage, ob der Sportplatz lediglich für den Schulsport oder auch für den Vereinssport zur Verfügung steht.

Bauausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) wies in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses auf den Schallschutz hin: „Es kann nicht sein, dass die Stadt den Lärmschutz finanzieren muss.“ Nach Angaben von Wolfgang Sasse (CDU) beabsichtigt Rixen, den bisherigen Hartplatz zu einem Rasenplatz umbauen zulassen. Außerdem soll Flutlicht installiert werden. Die Anlage soll für das spätere Internat modernisiert werden. Für Schulsport gelten andere Lärmschutz-Werte als für den öffentlichen Sport. Investor Müller kann sich vorstellen, dass die Erschließung über eine neue Straße erfolgt, um die Anwohner am Pickerweg nicht weiter zu belasten. Längs des Pickerwegs könnten eingeschossige Einzelhäuser entstehen. Im Innenbereich wären Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser denkbar.