WILDESHAUSEN - Bis zur nächsten Sitzung des nicht-öffentlichen Verwaltungsausschusses am 18. Juni soll Kämmerer Thomas Eilers ein Konzept zum so genannten Berichtswesen vorlegen, um den Rat über wichtige Projekte und Ausgaben auf dem Laufenden zu halten. Das beschloss vergangene Woche der Rat der Stadt Wildeshausen mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen. SPD und UWG enthielten sich. Ursprünglich hatte ein entsprechendes Papier bereits am 29. April vorliegen sollen.
In der Ratssitzung wurde über Art und Umfang des „Berichtswesens“, das im Rahmen der neuen Haushaltsrechnung („Doppik“) ohnehin eingeführt werden soll, gestritten. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann warf der CDU/FDP-Mehrheitsgrupe vor, die von ihr geforderten Papiere seien allein „eine kostenintensive Beschäftigungstherapie“ für die Verwaltung. Es gehe schlicht um „Drangsalierung“. Goosmann: „Lasst doch endlich die Verwaltung ihre Arbeit machen.“ CDU-Fraktionschef Dr. Volker Pickart und sein Fraktionskollege Jürgen Lammers verteidigten den Beschlussvorschlag, der von der CDU erarbeitet wurde. „Wir haben es im Haushaltsausschuss und im Verwaltungsausschuss einstimmig beschlossen“, so Lammers, der von einer „Qualitätssicherung“ sprach. Von den Ratsmitgliedern wisse derzeit niemand, „wo wir bei einem Haushaltsvolumen von 30 Millionen Euro derzeit stehen“. Selbst Kämmerer Eilers wisse es „halbwegs“. „Lasst uns endlich nach vorne schauen“, appellierte Pickart an SPD, UWG und
Grüne.
Rainer Kolloge (UWG) und Traute Sandkuhl (Grüne) betonten, die Notwendigkeit des Berichtswesens sei unstrittig. „Uns ist egal, wie grob oder fein das Konzept ist“, so Sandkuhl. Weitere Verzögerungen seien aber falsch.
Einstimmig bestellte der Rat zwei Vertreter für den Jugend-, Sport- und Sozialausschuss. Für Margret Hentemann, die vom DRK-Ortsverband benannt wurde, rückt im Notfall Tom Borsum nach. Barbara Lubasch (Ev.-luth. Kirchengemeinde Wildeshausen) wird von Gabriele Utikal-Kück vertreten.
