WILDESHAUSEN - Moderne Technik macht’s möglich: Nicole Hermes kann ihr Leben selbstständig gestalten, obwohl sie an Epilepsie leidet. Das wird der 34-jährigen Hauswirtschafterin im Haus „Kleine Straße 4“ in Wildeshausen ermöglicht. Dort setzen die Diakonie Himmelsthür und der Malteser Hilfsdienst erstmals gemeinsam ein „Epitech-Gerät“ ein.

Hermes benötige eine nächtliche Überwachung, da sie sich im Fall eines epileptischen Anfalls nicht selbst helfen und so eventuell in eine lebensbedrohliche Lage kommen könne, so Fachbereichsleiterin Birgit Hopp und Wohnbereichsleiterin Merle Conrads. Bei dem „Epitech-Gerät“ handele es sich um einen Sensor, der einer Matte gleicht und unter dem Bettlaken angebracht wird. Der Sensor reagiert auf die Vitalfunktionen der Betroffenen. „Im Fall eines Krampfes wird über das dazugehörige Hausnotrufgerät unsere Notrufzentrale in Oestrich-Winkel bei Frankfurt/Main alarmiert“, erklärt Hannelore De Schutter, Leiterin Soziale Dienste bei den Wildeshauser Maltesern. Diese informiere umgehend einen Notarzt. Das Hightech-Gerät sei erst bundesweit das zweite, das die Malteser im Einsatz haben. Hermes, die eigens aus Meppen nach Wildeshausen gezogen ist, fühlt sich nun sicherer. „Das Gerät trägt eindeutig zur Steigerung der Lebensqualität bei“, meint auch Hopp. Demnächst werde De Schutter das gesamte Team der WG „Kleine Straße“ im Umgang mit dem Gerät schulen.