WILDESHAUSEN - Aus aktuellem Anlass weist die Tierschutzgruppe Wildeshausen darauf hin, dass Hunde weiterhin angeleint geführt werden sollen. Zum einen herrscht noch die Brut- und Setzzeit, zum anderen sei es im eigenen Interesse des Halters und der Hunde, da in vielen Bereichen des Landkreises Oldenburg Rattengift ausgelegt ist.

„Uns sind Fälle von Vergiftungen bekannt geworden, zuletzt in Wildeshausen im Bereich Harpstedter Straße“, berichtete Andrea Seitz von der Tierschutzgruppe (TSGW). Dort musste ein Hund sein Leben lassen. Auch im Bereich der gesamten Wiekau seien offenbar Köder ausgelegt worden.

Seitz: „Wir möchten inständig die Bewohner des Landkreises darauf hinweisen, dass die Köder und Pulver an Stellen ausgelegt werden, welche für Hunde und Katzen nicht erreichbar sind. Am besten benutzt man Köderboxen, die man auch leicht selber herstellen kann.“ Denkbar wäre ein Holzkasten mit verschließbarem Deckel, in den ein etwa fünf Zentimeter großes Loch gesägt wird. „Dort passt eine Ratte gut durch, aber eben keine Hundenase“, erklärte die Tierschützerin weiter. „Von oben kann man dann das Gift einlegen.“ Auch wenn auf den Verpackungen stehe, dass das Gift verträglich für Haustiere sei, müsse das nicht immer stimmen. Gemeint sei damit lediglich, dass in dem Köder Bitterstoffe enthalten seien, die den Haustieren nicht schmecken sollen, für Ratten aber nicht zu schmecken sind. Andrea Seitz: „Neugierige Katzen und Hunde probieren jedoch auch ungenießbare Sachen oftmals aus.“