Wildeshausen - Gebratene Jakobsmuscheln auf Tomatencarpaccio mit Rosencurryschaum und Spinatsalat sowie Kalbsfilet mit Bärlauchkruste auf Spargel-Morchel-Ragout: Diese Köstlichkeiten hat die Wildeshauserin Sabrina Thesing für ihre Mit-Kandidaten beim Vox-Format „Das perfekte Dinner“ gekocht. Ob und wie es gemundet hat, ist am Donnerstag, 12. April, ab 19 Uhr auf dem Privatsender zu sehen.
Doch zurück auf Anfang: Zweieinhalb Jahre ist es her, dass Ehemann Marc die begeisterte Hobbyköchin für das beliebte TV-Format vorschlug. Kurz vor Weihnachten 2017 kam dann der kaum noch erwartete Anruf der Produktionsfirma. Nach mehreren telefonischen Interviews und einem Vorabbesuch des Fernseh-Teams stand schließlich fest, dass die 35-jährige Grafikerin mitkochen darf.
Da sie für ihr aufwendiges Drei-Gänge-Menü nicht alles in Wildeshausen bekam, fuhr sie für die exklusiveren Zutaten wie Kalaharisalz und Rosencurry nach Oldenburg, bestellte das Kalbfleisch rechtzeitig vor und wählte edle Weine sowie das Blumenarrangement für den Tisch aus.
Anschließend wurde für die Familie zur Probe gekocht. „Am Drehtag selbst habe ich viel vorbereitet, um abends Zeit für die Gäste zu haben“, berichtet Thesing.
Ehemann Marc und die vierjährige Tochter Mila wurden ausquartiert, Schwester Isabell half beim Spargelschälen, und die Zeit verging wie im Fluge, bevor um 16 Uhr erstmals Zeit für ein Glas Sekt zur Entspannung war.
Als die Gäste pünktlich um 18.30 Uhr eintrafen, war der Begrüßungscocktail „Pink Grapefruit“– eine leckere Mischung aus Grapefruit, Wodka, Limettensaft und frischer Minze – schon kalt gestellt. „Alles in allem verlief der Abend total entspannt und ohne größere Panne, auch wenn die Küche nachher einem Schlachtfeld glich“, verrät Thesing. Besonders das Dessert – Mandel-Strudel-Säckchen auf Rhabarberragout und Mandelschaum – sei gut angekommen und habe sich zu einem ihrer Lieblingsnachtische entwickelt.
Welchen Platz die Wildeshauserin am Ende erreicht hat, ist absolute Geheimsache. Nur so viel verrät Thesing dann doch: „Ich bin sehr zufrieden.“ Mit den anderen Kandidaten – Ines (Bad Zwischenahn), Joachim (Munderloh), Steffen (Oldenburg) und Thomas (Edewecht) – hat sie sich so gut verstanden, dass die fünf Hobbyköche spontan eine Whatsapp-Gruppe gegründet haben.
Fünf Hobbyköche aus einer Stadt laden zu sich nach Hause ein und servieren ein Dreigänge-Menü. Der gesamte Abend wird von den Mitstreitern bewertet: Ist der Tisch angemessen dekoriert, die Speisenauswahl harmonisch und der Service zuvorkommend? Nach jedem Dinner vergeben die Gäste je maximal zehn Punkte. Wer gewinnt, erfahren die Teilnehmer erst am Ende der Woche, wenn jeder einmal Gastgeber war. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 3000 Euro.
Die „Oldenburger“ Sendung ist vom Montag, 9. April, bis Freitag, 13. April, immer ab 19 Uhr auf VOX zu sehen. Das Fernsehen nimmt es bekanntlich nicht immer bei Ortsbezeichnungen ganz genau. Neben dem Munderloher Joachim Grosch sind Kandidaten aus Edewecht, Bad Zwischenahn, Wildeshausen und Oldenburg dabei. Wer gewonnen hat, darüber herrscht bis zum 13. April Schweigepflicht.
Ansehen wird sich Thesing die Sendung zusammen mit Familie und Freunden – und natürlich einigen leckeren Häppchen. Ansonsten freut sich die 35-Jährige, dass nach der turbulenten Drehwoche Mitte Februar wieder der Alltag eingekehrt ist. Zu Ostern bleibt ihre vielgenutzte Küche übrigens kalt: „Dann gehe ich mit der ganzen Familie in Oldenburg essen – und sammle neue Inspirationen“, schmunzelt die 35-Jährige.
