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Verkehr: Radler sehen noch Baustellen

08.09.2020

Wildeshausen Die Anzahl der Teilnehmer der jüngsten „Critical Mass“-Radtour der „Wildeshauser Initiative für Radverkehr“ (WIR) durch Wildeshausen reichte exakt aus, um die Sonderrechte als Fahrradgruppe auf den Straßen nutzen zu dürfen: 15. Damit hat der weltweite Trend auch in Wildeshausen weiter eine Grundlage. Scheinbar zufällig treffen sich Radler, um mit gemeinsamen Fahrten durch die Innenstädte auf ihre Rechte gegenüber dem Autoverkehr aufmerksam zu machen.

Dass der Radverkehr als Thema zuletzt an Bedeutung gewonnen hat, ist dabei auch in Wildeshausen nicht zu übersehen. So geht es auch in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstag, 10. September, 18.15 Uhr, im historischen Rathaussaal unter Tagesordnungspunkt neun um das „Regionale Mobilitätskonzept Radverkehr“ des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen.

Fortschritte zu langsam

„Der Radverkehrsplan ist zu unterstützen, ich finde ihn gut und sinnvoll“, sagt Grünen-Ratsherr Klaus Schultze, der federführend bei „WIR“ aktiv ist. „Was mir aber auf der Seele brennt ist, dass es in der Stadt viel zu langsam vorangeht“, ergänzt er mit Blick darauf, dass das Mobilitätskonzept vor allem die Vernetzung der Gemeinden vorsieht. Er sieht, dass sich etwas tut in der Verwaltung: „Sie ist willig und hat sich auf den Weg gemacht“, lobt er – und behält im Blick, dass die Stadt 2019 beschlossen hatte, „fahrradfreundliche Kommune“ zu werden.

„Ich habe das Gefühl, dass wir noch sehr am Anfang sind.“ Beschilderungen, Wegeführungen und Wege-Zustände müssten verbessert, die Verkehrssituation um die Grundschulen an der St.-Peter-Straße entschärft werden. Schultze sowie der Harpstedter Grünen-Ratsherr Michael Müller-Hjortskov, der sich der „Critical Mass“-Tour anschloss, haben auch den „Unfall-Hotspot“ Zwischenbrücken im Blick. Das Problem: Laut Statistik sei der Bereich aber nicht als „Unfall-Hotspot“ anzusehen, monierten die beiden Politiker.

Tour am letzten Freitag

Die „Critical Mass“-Radtour der „Wildeshauser Initiative für Radverkehr“ wird weiter an jedem letzten Freitag im Monat, 18.30 Uhr, Treffpunkt Bahnhof, angeboten.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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