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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wildeshausen

Bundeswehr: „Wollen Patenschaft erhalten“

27.10.2011

WILDESHAUSEN Eine lange Geschichte geht zu Ende: Am 1. März 1961 wird das Fallschirmjägerbataillon 313 aufgestellt. Bei der Auflösung des traditionsreichen Bundeswehrstandortes Wildeshausen im Jahr 2006 wird das noch verbliebene Luftlandeunter­stützungsbataillon 272 nach Oldenburg und Seedorf verlegt. Nun hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) entschieden, die Luftlandebrigade 31 (Oldenburg) und auch die 272 aufzulösen. In der Kreisstadt wurde der Schritt mit Bedauern aufgenommen.

„Das ist ein Schlag ins Kontor“, sagte Oberstleutnant a.D. Michael Steinhoff (66). Offenbar sei bei der Reform mehr auf Finanzen als auf Funktionalität geachtet worden. Gerade in Zeiten „asymmetrischer Kriegsführung“ seien luftbewegliche Kräfte notwendig, so Steinhoff, der von 1969 bis 1982 in Wildeshausen und später bei der Brigade in Oldenburg stationiert war. Er hoffe, dass die Patenschaft dennoch aufrecht erhalten bleibe und auch künftig ein Gelöbnis oder ein Kommandowechsel in Wildeshausen stattfinde.

Enttäuscht von der Entscheidung zeigte sich auch Stabsfeldwebel a.D. Wolfgang Sasse (65). Die Fallschirmjäger seien „das Rückgrat jeder Armee.“ Er sagte, die Entscheidung habe nicht nur eine wirtschaftliche Komponente. Künftig fehlten in der Region Soldaten für Katastropheneinsätze wie etwa beim Hunte-Hochwasser. Gerd Harms (72), Sprecher der Fallschirmjäger-Kameradschaft Wildeshausen, meinte, der Schritt der Politik sei vorhersehbar gewesen. Es sei traurig, dass „die besten Bataillone“ aufgelöst werden sollen.

Bürgermeister Dr. Kian Shahidi sagte der NWZ, er werde sich dafür einsetzen, dass die Patenschaft der Stadt mit der Bundeswehr aufrecht erhalten bleibe. Nach Bekanntgabe der Standort-Entscheidungen telefonierte Shahidi mit Oberstleutnant Peter Springer, dem Kommandeur des Luftlandeunterstützungsbataillons 272. Dieser habe mitgeteilt, dass die Soldaten in andere Verbände wechseln werden, darunter die in Seedorf stationierte Luftlande­aufklärungskompanie 310. „Vielleicht können wir hier die Patenschaft übernehmen.“ Shahidi zufolge hat die Bundeswehr zugesagt, dass sie erneut einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt besetzt und zum Adventskonzert ins Rathaus einlädt. Er werde weiterhin den Kontakt pflegen.

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst (Wohlde) wies auf die militärischen Notwendigkeiten hin. Die Auflösung der Logistikbrigade treffe Delmenhorst hart.

 @ Ein Spezial zum Thema: http://www.NWZonline.de/bundeswehrreform

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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