Wilhelmshaven - Tragischer Unglücksfall: Ein 17-jähriger Urlauber aus Sögel ist am Montag am Wilhelmshavener Südstrand ertrunken. Der junge Vietnamese war beim so genannten „Planschbecken“ zwischen Südstrandpromenade und Fliegerdeich ins Wasser gegangen, dann aber nicht wieder aufgetaucht.

Daraufhin hatten Angehörige die Rettungsschwimmer und die Polizei alarmiert. Der Notruf ging um 13.34 Uhr ein. Trotz groß angelegter Suche von Feuerwehr, Rettungsschwimmern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Polizei und Einsatzkräften der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde der junge Mann zunächst nicht gefunden.

Mit dem ablaufenden Wasser am späten Nachmittag fanden die Rettungskräfte dann einen toten Mann im Watt – etwa 20 Meter von der angenommenen Unglücksstelle entfernt. „Bei der leblosen Person handelt es sich um den vermissten 17-Jährigen aus Sögel, der mittlerweile identifiziert wurde“, teilte die Polizei mit. Angehörige des Jugendlichen wurden vor Ort von den Rettungskräften betreut. Die Ermittlungen zu dem Bade-Unfall dauern weiter an.

Bei der Suche kamen unter anderem Personenspürhunde der Polizei zum Einsatz, die mit Hundeführern in Schlauchbooten das Wasser absuchten. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Jadebusen, um von der Luft aus nach dem jungen Mann Ausschau zu halten. Die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven war mit 17 Einsatzkräften und vier Tauchern vor Ort. Währenddessen war die Ortsfeuerwehr Bant für die Stadt Wilhelmshaven in Rufbereitschaft. Das Technische Hilfswerk war mit Booten angerückt. Zudem waren Boote der DGzRS und der Wasserschutzpolizei im Einsatz.

An den deutschen Küsten sowie in Seen, Schwimmbädern und Flüssen sind bei Badeunfällen in den vergangenen Tagen mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Nachrichtenagentur bei Polizeidienststellen. Zu den Toten zählen Rentner wie Kinder.