Wilhelmshaven - Der ursprüngliche Bauhafen der preußischen Marinewerft gilt als Keimzelle Wilhelmshavens. Dabei war man im 19. Jahrhundert in einer Hinsicht schon weiter als heute: Denn um 1860 war bereits ein Trockendock in Bau. Wann die Pläne für das seit Langem geplante moderne Trockendock realisiert werden, steht wohl in den Sternen.
So gelingt aber mit einem großformatigen Foto vom Bau des damaligen Trockendocks und weiterer Aufnahmen ganz wunderbar der Brückenschlag in die heutige Zeit.
„Wir kennen unsere Vergangenheit, agieren mit unseren Partnern fest entschlossen in der Gegenwart und haben ein klares Ziel, einen klaren Kurs Richtung Zukunft vor Augen,“ sagte am Dienstag der Leitende Direktor Rainer Sacher. „Diese historische Brücke steht für die tiefe Verbundenheit Marinearsenal und dieser Stadt.“ Um das zu festigen, habe das Arsenal nun unter aktiver Beteiligung einiger Mitarbeiter fünf großformatige Bildtafeln mit alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen gefertigt und in den beiden Bögen des Werfttors 1 aufgehängt.
Das Foto von Hammerschmied Erich enthüllten dann Siemtje Möller, Parlamentarische Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, und Kapitän zur See Karsten Knecht, Mitglied des Arsenal-Leitungsteams. „Nach unruhigen Zeiten, in denen ungewiss war, wie es weitergehen soll, stehen wir heute in einem deutlich gestärkten Marinearsenal“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete. „Die Belegschaft hat dabei immer an ihr Arsenal geglaubt – und kann nun zuversichtlich in die Zukunft schauen.“ Personell wachse das Marinearsenal zwar vor allem im Ostseebereich auf, doch die Steuerung erfolge aus Wilhelmshaven.
Im Juli vergangenen Jahres hatte das Marinearsenal bereits den neu gestalteten Kaisersaal über dem Werfttor 1 präsentiert. Zuvor hatten „Arsenäler“ bereits den historischen Briefkasten der Kaiserlichen Werft grundüberholt und ihm seinen ursprünglichen blauen Anstrich wieder verpasst. Daneben hängt jetzt im Tor 1 ein hölzernes Kästchen mit Sonderstempel und Stempelkissen: Wilhelmshavener und Touristen mögen davon rege Gebrauch machen, so der Wunsch.
