Wilhelmshaven - Rund 50 Bürgerinnen und Bürger ließen sich am Mittwochabend im Gorch-Fock-Haus von den Technischen Betrieben Wilhelmshaven (TBW) über die großflächigen Bauarbeiten für die neue Druckrohrleitung vom Pumpwerk Süd zur Pumpstation Ost informieren.
TBW-Betriebsleiter Tim Menke machte die Dimensionen der Arbeiten deutlich. Für die 1,2 Meter breiten Röhren der Druckrohrleitung werde an manchen Stellen ein 2,5 Meter breiter Baugraben ausgehoben.
Dabei müssen, so Thomas Jordan von der Abteilung Stadtentwässerung von TBW, 50 000 Kubikmeter Erdreich bewegt und 7000 Quadratmeter Straßenoberflächen erneuert werden, davon 2600 allein im östlichen Teil der Adalbertstraße. Am östlichen Fahrbandrand müssen junge Bäume weichen, sie werden später durch neue ersetzt.
Befürchtungen einzelner Bürger, das historische Bild der Straße werde dadurch verschandelt, wurden von Klaus Timmermann, TBW-Abteilungsleiter Planung und Unterhaltung Grün, gedämpft. Lediglich zwei der Linden an der Ostseite der Fahrbahn seien aus dem historischen Originalbestand, der Rest bestünde aus jüngeren, dünnen Bäumen. Würden diese Bäume ersetzt, wäre auf dieser Seite wieder ein einheitliches Bild vorhanden.
Für Diskussionen sorgten die kommenden Straßensperrungen. Jordan versicherte, dass während der Bauarbeiten die Häuser zugänglich bleiben werden. Anwohner fürchten jedoch, dass sie durch den Wegfall von Parkmöglichkeiten drastisch eingeschränkt würden. Besonders den langen Sperrungen einzelner Straßenabschnitte in der Innenstadt – an Teilen der Rhein- und der Virchowstraße – sehen die Betroffenen mit Skepsis entgegen.
Die Verantwortlichen von TBW bekräftigten jedoch, dass man die betroffenen Anwohner schon früh vor Beginn der Baumaßnahmen über Bewegungseinschränkungen informieren werde.
