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– In Museumskreisen wurde die Nachricht mit großem Interesse vernommen: Die Restaurierungswerkstatt des Vereins Beratung, Kommunikation und Arbeit (BeKA) nimmt ihre Arbeit wieder auf.Die Einrichtung hatte vor drei Jahren geschlossen werden müssen, nachdem die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen alter Prägung vom Gesetzgeber kassiert worden waren und die Förderung durch das Arbeitsamt hatte eingestellt werden müssen.
Über viele Jahre hatte die Restaurierungswerkstatt, die Eisenbahnwaggons und Oldtimer in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzte, technische Museen durch die Solidität ihrer Arbeit überzeugt. Aufträge gab es satt für die Wilhelmshavener Einrichtung, einiges blieb zum Schluss unvollendet.
Jetzt geht es mit 24 Mitarbeitern von vorne los – für die Ein-Euro-Jobber sind die Weichen zunächst einmal für ein Jahr gestellt. Träger der „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“ der neuen Art ist wieder der Verein BeKA.
Schlossermeister Herbert Langlotz, der die Werkstatt auch dmals schon mit aufgebaut hatte, ist als Fachkraft wieder dabei. Kraftfahrzeugmeister Rüdiger Eberlein und die Sozialpädagogin Susan Peschke gehören mit zum Leitungsteam. Ihre Arbeitsstellen werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Seit dem 1. Juni herrscht wieder Leben in der Werkhalle an der Planckstraße. Nachdem die Werkbänke eingerichtet worden sind, sind nun auch die ersten Aufträge eingetroffen. Ein offener Güterwaggon aus dem Eisenbahnmuseum Bruchhausen-Vilsen soll zu einem Kabrio-Fahrzeug für Vergnügungsfahrten umgemodelt werden. Außerdem werden zwei marode Triebwagenmotoren zu einem funktionstüchtigen „fusioniert“.
„An die ganz großen Projekte trauen wir uns noch nicht heran“, meint BeKA-Geschäftsführer Peter Siefken. „Dafür ist die einjährige Perspektive leider zu kurz.“
