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ARBEITSRECHT Streit um Betriebsrat vor Arbeitsgericht beigelegt

Roffhausen/Wilhelmshaven

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Ein interner Zwist beim Telefondienstleister Sykes in Roffhausen endete am Donnerstag vor dem Arbeitsgericht Wilhelmshaven mit einer gütlichen Einigung. Der Betriebsrat der Sykes Enterprises GmbH & Co. KG und die Geschäftsleitung verständigten sich darauf, dass der Betriebsrat bis zu den turnusmäßigen Betriebsratswahlen im März 2010 seine Aufgaben in vollem Umfang weiter ausüben darf.

Zugleich bildet der genannte Betriebsrat zusammen mit dem Betriebsrat der Sykes Enterprises Support Services B.V. & Co. KG einen Wahlausschuss, um die Wahl eines gemeinsamen Betriebsrates im März 2010 vorzubereiten.

Sykes mit Sitz in Roffhausen besteht gesellschaftsrechtlich aus zwei Unternehmen: der GmbH & Co. KG mit etwa 100 Beschäftigten sowie der B.V. & Co. KG mit rund 500 Mitarbeitern. Beide Unternehmen haben jeweils einen eigenen Betriebsrat.

Da beide Unternehmen sich in den vergangenen Jahren immer stärker „vermischt“ haben, so Standortleiter Stephan Meyer, hatten sich beide Betriebsräte und die Geschäftsleitung im November darauf verständigt, arbeitsrechtlich von einem Unternehmen auszugehen und im nächsten März einen gemeinsamen Betriebsrat zu wählen.

Es gab dann allerdings unterschiedliche Rechtsauffassungen darüber, welche Kompetenzen den beiden Betriebsräten für die Übergangszeit bis März 2010 zukommen.

In diesem Zusammenhang ist es offenbar aufgrund ungenügender Kommunikation aller Beteiligten untereinander zu Missverständnissen gekommen, die sich zu einer ernsthaften Auseinandersetzung hochgeschaukelt haben.


Höhepunkt war eine Mitteilung der Geschäftsleitung von vergangener Woche, dass der Betriebsrat der Sykes GmbH & Co. KG seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen dürfe. Dagegen hat der Betriebsrat mit Ute Lake als Vorsitzender eine einstweilige Verfügung beantragt, die am Donnerstag verhandelt wurde.

Vor dem Arbeitsgericht in Wilhelmshaven brachten beide Seiten ihre Ansichten vor, machten aber auch deutlich, dass ihnen an einem einvernehmlichen Miteinander gelegen ist, schließlich gehe es um das Wohl der Mitarbeiter und des Unternehmens insgesamt.

Auf einer Betriebsversammlung am heutigen Freitag wollen Standortleiter Stephan Meyer und die Betriebsräte den insgesamt rund 600 Beschäftigten die Einigung mitteilen.

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