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AUSBILDUNG Den Arbeitsvertrag schon in der Tasche

Janna Jochims, Roger Wittkopf und Benjamin Lichterfeld gehören zu den besten Azubis in Niedersachsen. Sie wurden von der Kultusministerin ausgezeichnet.

Von Walburg Dittrich

Wilhelmshaven

Drei Auszubildende aus Wilhelmshaven gehören zu den besten in Niedersachsen, einer sogar ist Bester in ganz Deutschland.

Kauffrau für Tourismus und Freizeit – das ist der Traumberuf für Janna Jochims. Sie gehört zum ersten Jahrgang, der diesen neuen Beruf, den es erst seit drei Jahren gibt, erlernte. Und sie gehört zu den 232 besten Auszubildenden des Jahrgangs 2007/08 der sieben niedersächsischen Industrie- und Handelskammern, die in Timmel von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) ausgezeichnet wurden.

An ihrem Beruf mag Janna Jochims, die aus Jever stammt und nun in Wilhelmshaven wohnt, dass er so abwechslungsreich ist und sie den Menschen helfen kann. Drei Jahre habe die Ausbildung gedauert, die sie als Abiturientin nicht als übermäßig schwer empfunden habe, so die 22-Jährige. Von ihrem Ausbildungsbetrieb, der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH, ist sie übernommen worden und hat nun einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Ihr nächstes Ziel: die Weiterbildung zum Tourismusfachwirt.

Einen „interessanten, zukunftsorientierten Beruf“ hat sich auch Roger Wittkopf ausgesucht. Er hat sich in den vergangenen drei Jahren zum Chemikant ausbilden lassen. Der 30-Jährige war zuvor sechs Jahre bei der Marine, wo er den Beruf eines Kommunikationselektronikers erlernt und als solcher auch gearbeitet hat. So sei er damals nach Wilhelmshaven gekommen und wollte auch hier „oben“ bleiben. Doch den Beruf Kommunikationselektroniker gibt es in der zivilen Wirtschaft nicht mehr und so biss er in den sauren Apfel und schulte um. „Chemikant ist kein Laborberuf“, erklärt er. „Ich überwache und warte große technische Anlagen.“ Auch Roger Wittkopf wurde von seinem Ausbildungsbetrieb, der Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft, übernommen. Jetzt kommen erstmal der Schichtdienst und größere Verantwortung auf ihn zu – aber das habe er vorher gewusst, wie er sagt. Perspektiven für die Zukunft gebe es in seinem Beruf ausreichend, so Wittkopf. „Und sie werden vom Arbeitgeber auch

gefördert.“


Mit Auszeichnung schloss der 24-jährige Benjamin Lichterfeld seine dreijährige Ausbildung zum Tankwart ab. Damit sei er nicht nur Niedersachsens bester Tankwart-Azubi in diesem Jahr, sondern auch Deutschlands Bester, erzählt er. Weil er am 15. Dezember zur Auszeichnungsfeier nach Berlin fahre, habe er auf die Feier in Timmel verzichtet, zumal er im Geschäft gebraucht wurde, da ein Geselle erkrankt war. Angefangen hat Lichterfeld als Autopfleger in der gleichnamigen Tankstelle seines Vaters in der Gökerstraße. Sein Vater war auch sein Lehrherr. „Das ist nicht einfacher dadurch, im Gegenteil“, sagt der junge Mann. „Mein Vater war ein strenger Lehrmeister.“ Die theoretische Ausbildung hat Lichterfeld in Oldenburg absolviert, gemeinsam mit zwölf weiteren angehenden Tankwarten. „Der Beruf Tankwart ist ziemlich negativ belastet“, bedauert Lichterfeld. Dabei sei er durchaus abwechslungsreich. Kaufmännische Aufgaben gehörten genauso dazu wie die Wartung der Anlage oder die

Werkstattdienste „wie ein ganz normaler KfZ-Mechatroniker“.

Um die Tankstelle seines Vaters einmal übernehmen zu können, will Benjamin Lichterfeld als nächstes seinen KfZ-Mechatroniker-Meister machen. Eine neue Herausforderung. „Vaters Fußstapfen sind groß“, sagt er lächelnd.

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