Die Produktionsschule an der BBS Friedenstraße dürfte bundesweit Vorreiter sein. Start ist am 1. November.
Von Ulrich Müller-HeinckWilhelmshaven
Der Ausschuss für Berufsbildung beim niedersächsischen Kultusministerium hat beschlossen, eine Produktionsschule an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Friedenstraße einzuführen.Damit ist auch die Finanzierung gesichert, teilten am Dienstag der Schulausschussvorsitzende Helmut Möhle, BBS-Leiter Wilfried Steenblock und Erwin Böning vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) mit. Die genaue Summe der in Höhe von 1,2 Millionen Euro beantragten Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds wird in den nächsten Tagen übermittelt.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat zudem 400 000 Euro Förderung für den Aufbau einer nachhaltigen Produktionsschule für solarthermische Anlagen bewilligt.
Das Wilhelmshavener Gemeinschaftsprojekt von Wirtschaft und Schule gilt bundesweit als beispielhaft innerhalb des Dualen Bildungssystems. Ziel ist es, junge Menschen ohne oder mit schwachem Schulabschluss in einer Produktion mit „richtigen Artikeln für den richtigen Markt“ zu qualifizieren, ehe sie in einer reinen „Maßnahmen-Karriere“ landen.
Starten soll das Projekt am 1. November, für die Aufnahme der Produktion selbst in einer neuen Halle auf dem Schulgelände – die finanziert die Stadt mit 300 000 Euro – fasst Steenblock den 1. Februar 2009 ins Auge.
Zu den ambitioniertesten Vorhaben zählt unter anderem der Kleinserienbau eines Kabinenrollers mit Elektroantrieb.
