Wilhelmshaven - Schon seit dem Jahr 1987 wird der Marinestützpunkt an der 4. Einfahrt durch ein Blockheizkraftwerk der Gas- und Elektrizitätswerke Wilhelmshaven (GEW) mit Strom und Wärme versorgt. Als nun die Erweiterung des Stützpunktes anstand, ist die Bundeswehr auf die GEW zugegangen, um den bestehenden Vertrag zur Energieversorgung auch für die Zukunft zu verlängern.
Um zunächst in den kommenden zehn Jahren auch den erweiterten Stützpunkt mit Strom und Wärme versorgen zu können, entschied sich die GEW, zwei ältere Motoren durch einen neuen hocheffizienten Motor von MTU mit 1166 kWel Leistung zu ersetzen. Das verlangte auch die Energieeinsparverordnung. „Die neue Anlage erzeugt durch den verbesserten Wirkungsgrad ca. 200 kW mehr elektrische Leistung“, erklärte Colin Wulff, Bereichsleiter für Vertrieb und Marketing bei der GEW.
Die Anlage wurde im Oktober vergangenen Jahres in Betrieb genommen. Seitdem hat sie bereits 4 GWh Strom erzeugt, was dem Jahresbedarf von 1200 Wilhelmshavener Haushalten entspricht.
Das gesamte Kraftwerk hat eine Leistung von etwa 2300 kW und wird sowohl mit Erdgas als auch mit Biogas aus der Städtischen Kläranlage betrieben. „Damit liefern wir einen wesentlichen Beitrag zur umweltfreundlichen Wärmeerzeugung“, sagt Wulff.
