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Kampf gegen Corona in Wilhelmshaven Neues Impfzentrum für Kinder im Jade-Weser-Port öffnet

Henning Karasch
Ab sofort können auch Kinder von 5 bis 12 Jahren in Wilhelmshaven geimpft werden.

Ab sofort können auch Kinder von 5 bis 12 Jahren in Wilhelmshaven geimpft werden.

Bild: Henning Karasch

Wilhelmshaven - Kinder von fünf bis zwölf Jahren können ab sofort im Jade-Weser-Port (JWP) Infocenter gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Ausstellungsgebäude, das der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH (WTF) gehört, ist gerade in der Winterpause.

Termine

Geimpft wird montags bis freitags von 13.30 Uhr bis 19.30 Uhr. Also dann, wenn Kinder Zeit haben, sagte Julia Muth, Pressesprecherin der Stadt. Termine werden nicht vergeben, um keinen Leerlauf zu haben und möglichst viele Kinder impfen zu können. Eine sorgeberechtigte Person müsse das Kind zur Impfung begleiten. Sprachliche Hilfe sei gegeben. Für die gesamte Impfung sollten 30 bis 40 Minuten eingeplant werden. Parkflächen seien vorhanden und könnten erweitert werden. Den Anamnesebogen gibt es im Internet unter www.wilhelmshaven.de/impfen.

Die Idee

Dr. Christof Rübsamen, Leiter des Wilhelmshavener Gesundheitsamtes, lobte die gute Organisation durch die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven, die schon im Impfzentrum in der Güterstraße gezeigt hätte, was sie auf die Beine stellen könne. Oberbürgermeister Carsten Feist, der zum Pressegespräch krankheitsbedingt abwesend war, hatte im November 2021 die Idee zu einem Kinder-Impfzentrum. Damals gab es aber noch nicht die entsprechenden Richtlinien, sagte Julia Muth. Kinder sollten sich nicht zwischen Erwachsenen einreihen müssen. Sie hätten vielleicht Angst und ihre Eltern viele Fragen. Im JWP Infocenter abseits der Wohnbebauung könne man sich die Zeit nehmen. Es wurde ein Einbahnstraßensystem aufgebaut. Jederzeit sei übrigens ein zweiter Standort möglich.

Der Ort

Wie Dr. Christof Rübsamen sagte, habe man anderen Kommunen zunächst den Vortritt gelassen, nachdem der Kinder-Impfstoff ab dem 20. Dezember verfügbar war, um die Lieferung abzuwarten. Bestellt wurde er schließlich am 4. Januar. Als Impf-Orte wurden die Familienzentren geprüft. Diese hätten aber andere Aufgaben und Gruppen, so dass man deren Konzepte durcheinanderbrächte. Man wollte keine Miete zahlen, denn die Kosten für ein Impfzentrum seien vom Land Niedersachsen gedeckelt. Und Material müsse nicht hin- und hertransportiert werden.

Josef Schun, Leiter der Berufsfeuerwehr, hielt das JWP Infocenter ebenso für ideal. Hier gebe es die nötige geschützte Umgebung, um ausführlich zu beraten und Wartende zu trennen. Außerdem, fügte Dr. Christof Rübsamen an, wäre die Gefahr einer falschen Dosierung geringer, wenn Ruhe herrsche. Kinder erhalten ein Drittel der Erwachsenendosis.


Wie Julia Muth sagte, fahre die Linie 6 bis 16 Uhr bis direkt vor die Tür. Danach gebe es einen Shuttleservice ab Voslapp Süd (Marktkauf). Den Transport übernehme der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der mit dem Deutschen Roten Kreuz auch im Impfzentrum tätig sei.

Transparenz

Alles geschehe so transparent wie möglich, auch das Aufziehen des Impfstoffes. Die Mitarbeiter würden jeden Morgen über die aktuelle Erlasslage informiert, versicherte Josef Schun. Es werden erfahrene Mitarbeiter sein, sagte Dr. Christof Rübsamen.

Es stünden 1500 Impfdosen mit der Zusage wöchentlicher Nachbestellung, die nicht kontingentiert sei, zur Verfügung. Der Biontech-Impfstoff sei so zusammengesetzt, dass er nach dem Auftauen neun bis zehn Wochen haltbar sei. Die zweite Impfung erfolge im Abstand von mindestens drei bis sechs Wochen. Für WTF-Chef Michael Diers war es keine Frage, die Räume anzubieten. Nach zwei Jahren werde es Zeit, aus der Krise herauszukommen und sich an ein Leben mit Corona so gut wie möglich zu gewöhnen.

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