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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Der Bus kann fahren – Autos müssen warten

16.03.2006

Wilhelmshaven Der Individualverkehr steht, der Linienbus fährt. Ärger bei den Autofahrern über den Stopp, Freude bei den Bus-Benutzern über schnelleres Vorwärtskommen.

Hintergrund dieser Situation, die nicht überall auf Verständnis stößt, ist die Einführung der ersten Phase eines Busbeschleunigungs-Programmes. Mit dessen Hilfe können sich die Busse durch Impulse vor den jeweiligen Ampeln, die passiert werden, „Grün“ schalten. Dann muss der Individualverkehr warten. Und da für wartende Autofahrer zuweilen „richtige“ 60 Sekunden „gefühlte“ fünf Minuten sind, ist deren Verdruss leicht vorstellbar.

„Der ÖPNV lebt von drei Elementen – Beständigkeit, Schnelligkeit und Pünktlichkeit“ sagt Gerold Ahlers, Betriebsleiter Verkehr der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft. Das seien die Dinge, die der Fahrgast bewusst zur Kenntnis nehme. Da trete sogar der Fahrpreis in den Hintergrund. Nach Angaben des Betriebsleiters ist die Fahrzeit der Busse zwischen dem Bismarckplatz und dem ZOB von fünf auf zweieinhalb Minuten zusammengeschnurrt. Das sei eine „gewaltige Ersparnis.

Man habe – so Ahlers – errechnet, das man bei einer linienweisen Einführung des Beschleunigungsprogrammes in Wilhelmshaven bis zu zehn Fahrerstunden täglich einsparen könne. Das machten bis zu 70 000 Euro jährlich aus.

Auf den Frust vieler Autofahrer und Wartezeiten – insbesondere in der Virchowstraße und an der Kortekreuzung, wo sich Autos im Extremfall bis zur Ulmenstraße stauen sollen – angesprochen, gab Ahlers zu, dass in Wilhelmshaven noch Fehler durch „menschliches Versagen“ aufträten. Denen wolle man jetzt aber beikommen, indem die Ampelbeeinflussung an den Fahrkartendrucker gekoppelt und somit vollkommen automatisiert werde.

Bislang sind in das Beeinflussungssystem rund 219 000 Euro gesteckt worden. Es waren fast ausschließlich Fördermittel. Ahlers plädierte vor den Mitgliedern des Bauausschusses dafür, nun auch die zweite Phase zu verwirklichen. Im Visier hat der Betriebsleiter Verkehr dabei die von Linienbussen befahrene Peterstraße und auch die Bismarckstraße.

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