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EINWEIHUNG „Die Hilfe ist oft ein unlösbarer Spagat“

wilhelmshaven

/zy

„Geringfügige Veränderungen, von der Wirkung groß“, unter diese Überschrift stellte Manfred Pfaus, Geschäftsführer der Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit, die gestrige Feier anlässlich der Umgestaltung des Wohnheimes der GPS für 18 psyschisch kranke Menschen.

Im Parterre des Hauses Marktstraße 158 ist jetzt zudem das Büro für „ambulant betreutes Wohnen“ untergebracht, das sich auch für Gruppenveranstaltungen eignet.

Die gestrige Einweihung des nach Ideen des Architekten Dirk Lohe umgestalteten Wohnheimes, in dem jetzt vier abgeschlossene Wohnungen für stationär betreutes Wohnen eingerichtet sind, fiel mit dem zehnjährigen Geburtstag des Wohnheimes zusammen.

„Seelische Behinderung“, sagte Pfaus, müsse als „uns alle betreffende Dimension unseres Lebens“ begriffen werden. Es sei wichtig, ein Netz von Hilfsangeboten entstehen zu lassen. „Wir stehen heute besonderen Anforderungen gegenüber“.

Einerseits steige die Zahl seelisch Behinderter, anderseits fehle das Geld. Es sei davon die Rede „effizient, zielgerichtet, billiger“ zu sein. „Das ist oft ein unlösbarer Spagat.“

Die Heimbeiräte Ralf Heidemann und Hans-Herbert Dehne gaben einen Einblick in Leben, Arbeiten sowie soziale Kontakte der Heimbewohner, in die Gliederung der Wohnungen in Gemeinschaftsräume bzw. Appartements für jeden Bewohner/Bewohnerin. Eingebunden in ein Netz von Leistungen, die „die Wertschätzung, die psyschisch Kranken entgegenbracht wird“ (Thomas Bechert vom Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt) dokumentieren; und zudem die gesetzlichen Anforderung, was die Größe der einzelnen Appartements betreffe, mehr als erfüllten, wie Kai-Uwe Hackenberg von der Heimaufsicht des Landes Niedersachsen ausführlich darlegte.


Nach mehreren kurzen Reden wurde ein kaltes Buffet eröffnet und im Kreise von Bewohnern des Hauses, Hauswirtschaftskräften, ErgotherapeutInnen, HeilerziehungspflegerInnen, SozialpädagogInnen und SozialarbeiterInnen dokumentiert, dass auch im Umkreis von seelisch Kranken gute Stimmung aufkommen kann – was die Hoffnung nährt, dass das Ziel des selbstbestimmten Wohnens keine Utopie sein muss.

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