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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Eon will Führungsrolle in Zentraleuropa

05.04.2006

Wilhelmshaven „Wir müssen besser sein als die anderen. Dazu gehören Technik und Menschen gleichermaßen.“

Auf dieser Basis will Eon Kraftwerke GmbH (Hannover) mit seinen rund 5000 Mitarbeitern und einem Umsatz von zwei Milliarden Euro weiter expandieren. Vor diesem Hintergrund sind auch die Vorhaben des Unternehmens in Deutschland – hier derzeit im westfälischen Datteln und im bayerischen Irsching – zu sehen.

Doch das Engagement schließt auch Vorhaben in Italien, osteuropäischen Ländern und in der Türkei ein. Darauf verwies Geschäftsführer Manfred Peters in einem Gespräch mit Journalisten gestern im Eon-Kohlekraftwerk auf dem RüstrsielerGroden.

Zweifel am Ausbau der Stromerzeugung in Wilhelmshaven sind gering. Peters: „Wir gehen davon aus, dass wir hier weiterhin gute politische Rahmenbedingungen finden. Wir sehen uns an diesem Standort akzeptiert.“

Zu den Problemen, die eine neuerliche Eon-Investition in Wilhelmshaven bremsen könnten, gehört vor allem die Leitungskapazität. Zu Überlegungen, die Konzern-Tochter Eon Netz plane die Verdoppelung der bisherigen Leitungskapazität von Wilhelmshaven ins Binnenland auf 8000 Megawatt, nahmen weder Peters noch Dr. Clemens Tauber aus dem Bereich Unternehmenskommunikation oder Wilhelmshavens Kraftwerksleiter Dr. Holger Bräuer Stellung.

Es gibt – wie berichtet – Überlegungen, in die Leitung auch die Energie aus zwei Offshore-Windkraft-Anlagen mit letztlich mehr als 1200 Megawatt einzuspeisen.

Kritik übten die Unternehmenssprecher an der derzeitigen Energiepolitik in Deutschland. So vertrage sich das Ziel, Kohlendioxid deutlich zu vermindern, nicht mit dem Ausstieg aus der Kernenergie. Dem massiven Ausbau regenerativer Energien stünden ungelöste Fragen zum Ausbau des Netzes gegenüber, und die Verteuerung der Energie durch weitere staatliche Belastungen könne nicht mit der Forderung nach niedrigeren Strompreisen in Übereinstimmung gebracht werden.

Gleichzeitig forderte Peters, die Wahl zwischen den Optionen – hier Erdgas-, dort Steinkohlekraftwerk – zu erhalten. Einschränkungen durch „übertriebene Umweltpolitik und Klimaschutz“ dürfe es nach Ansicht des Unternehmens nicht geben.

Umwelt her – Klima hin: Bei Eon setzt man auf den Wirkungsgrad seiner Kraftwerke. Sie liegen bei etwa 40 Prozent, während der Durchschnitt in Deutschland 38 Prozent und in Europa 36 Prozent erreicht. Weltweit beträgt er nach Angaben des Unternehmens lediglich 30 Prozent im Durchschnitt.

Das neue Kohlekraftwerk Datteln, ein technisch/wirtschaftlich optimiertes Dampfkraftwerk, dem Eon eine besonders hohe Effizienz bescheinigt, soll einen Wirkungsgrad von mehr als 45 Prozent erreichen.

Es darf vermutet werden, dass derzeit im Konzern über den Bau einer ähnlichen Anlage auch in Wilhelmshaven nachgedacht wird. Vom Beginn der Planung bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme wird mit neuen Jahren gerechnet.

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