Wilhelmshaven - Auf ein erfolgreiches Jahr blickt der Vorstand der Sparkasse Wilhelmshaven zurück. „Wir sind mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden“, sagte Vorstandsvorsitzender Rolf Brandstrup. Auch für 2013 sei man zuversichtlich.
Die Bilanzsumme liege weiterhin bei rund einer Milliarde Euro. Die Ertragsentwicklung der mit rund 250 Mitarbeitern Bank in Wilhelmshaven habe die Erwartungen „um 10 bis 15 Prozent“ übertroffen. Genaue Zahlen nannte Brandstrup nicht. 2011 hatte die Sparkasse einen Jahresüberschuss von 573 100 Euro erzielt. Für 2012 hatte man ein ähnliches Ergebnis erwartet.
Hoffnungen aus der Kommunalpolitik, wonach die Sparkasse durch eine Gewinnausschüttung den städtischen Haushalt entlasten könnte, erteilte Brandstrup eine Absage. Mit Blick auf die verschärften Eigenkapitalvorschriften in Europa ab 2014, sei man sich im Sparkassen-Verwaltungsrat einig, dass die Erträge die Reserven stärken sollen.
Den Wert der Einlagen von Privatkunden bei der Sparkasse bezifferte Vorstandsmitglied Holger Sothmann auf rund 465 Millionen Euro. Damit liege man auf Vorjahresniveau. Die Summe der Kundeneinlagen und Wertpapierdepots bezifferte er auf rund 770 Millionen Euro (2011: 775 Mio. Euro).
„Höhepunkt des Jahres“ so Sothmann, sei aber das Immobiliengeschäft gewesen. „Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Wohnraum nimmt insgesamt zu.“ Die Sparkasse führt den Trend auf die niedrigen Zinssätze und die zunehmende Bedeutung Wilhelmshavens als Unternehmensstandort zurück. Die Darlehenszusagen – besonders für Wohnungsbauten und Selbstständige – seien deutlich angestiegen. Die Gesamtausleihen bezifferte Sothmann auf 644,5 Millionen Euro.
