Wilhelmshaven - Als „absurd“ und „einfach nur aus der Hüfte geschossen“ bewertet Dr. Michael von Teichman, Kreisvorsitzender der FDP, den vom Rat mehrheitlich abgesegneten Antrag von Win@WBV und CDU, den Teilweiterbau des Klinikums mit Geldern aus städtischen Krediten zu finanzieren. Dabei geht es um die Fertigstellung des wasserundurchlässigen Fundaments („weiße Wanne“).
Begründet wurde die Entscheidung damit, dass ohne dieses Fundament monatlich 25.000 Euro für die Trockenhaltung des Baugrundes ausgegeben werden müssten und zudem so möglichen Baukostensteigerungen entgegengewirkt werde. Die Kosten für diesen Bauabschnitt werden auf 11 bis 12 Millionen Euro beziffert. Besser wäre es gewesen, endlich die Reißleine zu ziehen.
Dabei kritisiert von Teichman insbesondere die Wankelmütigkeit der CDU, die noch im August gemeinsam mit den Parteikollegen aus Friesland gefordert habe, ein gemeinsames Krankenhaus am Autobahnkreuz Wilhelmshaven zu realisieren. Davon sei nun nicht mehr die Rede, im Gegenteil. „Das zeigt doch mehr als deutlich, wie völlig überfordert die Kommunalpolitiker mit einer geordneten Krankenhausstrategie sind“, schreibt der Kreisvorsitzende in einer Pressemitteilung. Zudem sei völlig unklar, woher die erforderlichen Kredite kommen sollen, gerade vor dem Hintergrund, dass der Kernhaushalt der Stadt „längst über jegliches Maß hinaus verschuldet“ sei.
Statt die gesetzlich vorgeschriebenen Abschlüsse vorzulegen und die Wirtschaftspläne für die GmbH zu erstellen, um so endlich Zugriff auf das von der Bank gesperrte Hauptkonto zu bekommen, würden nun völlig undurchdachte Vorschläge gemacht. Gleichzeitig dem Wattenmeer-Besucherzentrum einen Zuschlag von 18.000 Euro für gestiegene Energieausgaben zu verweigern, sei „ein Skandal“, so von Teichman abschließend.
