Wilhelmshaven - Den Weltfrauentag nutzte Oberbürgermeister Carsten Feist, um die frischgebackene Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wilhelmshaven, Nicole Biela, vorzustellen. Nicole Biel ist seit einigen Tagen im Amt und hat sich im Bewerbungsverfahren gegen drei weitere Mitbewerberinnen durchgesetzt. „Dabei hat der Rat der Stadt selbst die Entscheidung, bzw. das Auswahlverfahren getroffen und sich mit großer Mehrheit für Nicole Biela entschieden”, sagte Oberbürgermeister Carsten Feist im Pressegespräch.
Handlungsbedarf
„Mein Aufgabenbereich liegt darin, einen gleichstellungspolitischen Handlungsbedarf innerhalb der Kommune zu erkennen und Benachteiligungen abzubauen“, sagte Nicole Biela. Die neue Frauenbeauftragte ist Ansprechpartnerin und Interessenvertreterin bei allen gleichstellungsrelevanten Fragestellungen innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung. Sie arbeitet seit über 30 Jahre in der Stadtverwaltung. Vor ihrer jetzigen Tätigkeit war sie im Umweltbereich anschließend als Leiterin der Bußgeldstelle tätig. Nicole Biela hat sich auf diesen Posten zum zweiten Mal beworben. Vor drei Jahren gab man Cordula Franke den Vortritt.
Benachteiligungen erkennen
„Ich habe das als Chance gesehen und nehme diese Herausforderung gerne an”, betonte Nicole Biela kämpferisch. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört es, offensichtliche und verborgene strukturelle Benachteiligungen von Frauen zu erkennen, aufzuzeigen und auf deren Beseitigung hinzuwirken. Nur so kann Chancengleichheit gelingen, betonte die 52-jährige Mutter eines Sohnes, die in Wilhelmshaven wohnt. “Ich bin aus der Lüneburger Heide mit 15 Jahren mit meinen Eltern nach Wilhelmshaven gekommen und fühle mich hier wohl”, sagte sie. Einen großen Bereich räumt Nicole Biela Gendersensible Themen ein. „Da wir in einer „bunten“ diversen Gesellschaft leben, liegt mir das Thema besonders am Herzen, durch meine Arbeit auf die Vielfalt der Menschen einzugehen”, führte sie im Pressegespräch aus. Als Themenschwerpunkte sieht sie unter anderem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Chancengleichheit im Erwerbsleben und Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Bei Sitzungen des Rats der Stadt verfügt sie über ein Teilnahme- und Rederecht, dass sie auch nutzen wird.
