Wilhelmshaven - Eine saubere Stadt ist eine schöne Stadt – sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Damit es in Wilhelmshaven möglichst wenig Müll im öffentlichen Raum sowie im Unesco-Weltnaturerbe Wattemeer gibt, beteiligten sich allein in der Jadestadt rund 2300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene am diesjährigen Frühjahrsputz – ein Rekordergebnis, bei dem bis zum letzten Tag noch spontane Anmeldungen eingegangen sind. „Insgesamt kamen 1,8 Tonnen Müll zusammen“, erklärte Heike Galts von den Technischen Betrieben Wilhelmshaven (TBW) zum Abschluss der zweitägigen Aktion.
Rund 0,62 Tonnen Metallschrott befanden sich unter den Funden, hinzu kamen 0,14 Tonnen Metalle, die die Tauchergruppen aus dem Großen Hafen gefischt haben. „Darüber hinaus haben die verschiedenen Gruppen fünf Autoreifen, fünf Fahrräder, einen Fernseher, einen PC und sehr viele Verpackungsabfälle und Flaschen aufgefunden“, so Galts weiter.
Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement haben die vielen Teilnehmer ihre Solidarität mit ihrer Stadt bewiesen. Insgesamt sind nach Auskunft von Galts 56 verschiedene Vereine, Schulklassen, Kindergartengruppen und Privatpersonen aktiv gewesen, um ihr jeweiliges Reinigungsgebiet von illegal abgelagerten oder verantwortungslos weggeworfen Abfällen zu befreien.
Noch am Samstagnachmittag fuhr die Wilhelmshavener Entsorgungszentrum und Logistik GmbH (WEL) den gesammelten Abfall von den 42 individuell festgelegten Sammelplätzen ab. Oberbürgermeister Carsten Feist sprach bereits bei der offiziellen Eröffnung des diesjährigen Frühjahrsputzes von einer beeindruckenden Initiative. Zugleich hoffe er allerdings auch, dass sie eines Tages überflüssig ist, denn: „Der beste Umgang mit Müll ist seine Vermeidung.“
