Wilhelmshaven - Während die ersten Kriegsflüchtlinge aus dem umkämpften Land in Wilhelmshaven angekommen sind, 300 sollen es bisher sein, veranstaltete die „Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH” (WTF) gemeinsam mit dem Pumpwerk Wilhelmshaven und Musikern der regionalen Musikszene in Wilhelmshaven und Friesland sehr kurzfristig am Freitag ein Benefizkonzert unter dem Motto “Gemeinsam für den Frieden- Solidarität für die Ukraine”. Die Idee dazu kam vom Musiker Janneck Risse. Das Konzert, so die erste Planung, sollte im Pumpwerk stattfinden. Wegen des großen Interesses verlegte das Organisationsteam die Veranstaltung kurzerhand in den Pumpwerkpark.
Musiker spielten ohne Gage
Etwa 200 Besucher*innen, teils in den ukrainischen Farben gehüllt, demonstrierten unter den gegebenen Coronabedingungen ihre Verbundenheit mit dem von Russland überfallenen Land inmitten Europas. Statt Eintrittsgeld spendeten die Besucher*innen für die Kinder der zur Zeit in Wilhelmshaven lebenden ukrainischen Familien und auch die Musiker spielten ohne Gage. „Das Geld geht ohne Abzug zu 100 Prozent an die Flüchtlingskinder”, versprach dann auch Michael Diers als Geschäftsführer der WTF, was auch Oberbürgermeister Carsten Feist bestätigte. In seiner Ansprache wünschte er sich einen besseren Anlass, um die “musikalischen Heros der regionalen Musikszene” zu begrüßen. „Wichtig ist, dass wir nicht sprachlos sind und zeigen, dass wir für die Menschen aus der Ukraine da sind”, sagte er.
Heimat für Ukrainer
„Wir geben den Ukrainer*innen so lange eine Heimat, wie sie diese brauchen”, sagte Feist kämpferisch unter dem Applaus der Gäste. Beteiligt an der Verteilung der Gelder ist auch der Kinderschutzbund Wilhelmshaven, deren Vorsitzende, Brigitte Tabbach sich bei den Besuchern für ihr Engagement bedankte. Eröffnet wurde der musikalische Abend vom Duo „Soulman Accustic”, die gefolgt von „Marcel Dunker” „Nappo the Show”, „Black Jack”, „Unchained Horizon” und „Bridges & Hooks” auf der Bühne alles gaben, um an einem kühlen Abend den Gästen Wärme ins Herz zu bringen mit Hits, mal rockig, mal softig und auch Eigenkompositionen, was das Publikum mit brandendem Beifall belohnte. Die große Leidenschaft der Musiker sprang langsam auf das Publikum über, die sich vor der Bühne mehr oder weniger elegant, aber mit viel Spaß zur Musik bewegten und auch mitsangen.
