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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

VORBEUGUNG: Gegen Gewalt Gefühle zeigen und Grenzen setzen

30.03.2006

Mit Begeisterung stürzen sich die sechs Viertklässler der Grundschule Voslapp in die Szene, die diesmal allerdings nur gestellt ist und in der Aula über die Bühne geht. Zusammen mit dem Theaterpädagogen Frank Fuhrmann übt die Theater-AG kleine Stücke, die sie in einigen Wochen ihren Mitschülern zeigen sollen. Geschichten aus dem Schulalltag, in denen es um Konflikte zwischen Jungen und Mädchen geht. Wie der Streit beigelegt werden kann, darüber sollen die Zuschauer nachdenken. Sie können bei den Aufführungen Vorschläge machen, wie die Akteure zum guten Schluss kommen können.

„Die Kinder sollen durch das Spiel ihr Verhaltensrepertoire erweitern und lernen, wie sie auf Attacken reagieren können. Zu konstruktiven Lösungen ist Stärke nötig,“ sagt Schulleiterin Ursula Adam.

Sie setzt Hoffnungen in das Theaterprojekt. Es soll von der kleinen Arbeitsgemeinschaft auf alle Klassen ausstrahlen. Ziel ist, die Kinder fit zu machen, damit sie Konflikte – so Ursula Adam – „nicht mit den Fäusten und anderen Ekligkeiten“ regeln müssen.

Denn im Alltag wird nicht immer beherzigt, was die Viertklässler aus dem Effeff zitieren können: „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg auch keinem andern zu“. Das weiß auch Christa Marxfeld- Paluszak, selbst Großmutter einer Voslapper Schülerin. Deshalb hat sie nicht nur den Kontakt zwischen der Schule und Frank Fuhrmann geknüpft, sondern auch die Finanzierung durch die Gerd- Möller-Stiftung sowie den Serviceclubs Rotary und Soroptimist International organisiert.

„Ohne Gewalt geht es viel besser“ will auch das Kollegium der Grundschule Peterstraße den Kindern vermitteln. Zusammen mit der Ev. Familien-Bildungsstätte und finanziell gefördert von der Bürgerstiftung der Sparkasse hat die Schule ein Konzept entwickelt, das nicht nur der Gewaltprävention dienen, sondern auch allgemeine soziale Verhaltensfertigkeiten einüben soll.

Denn immer öfter gibt es Streit im Unterricht, Beleidigungen und Prügeleien in den Pausen. Längst nicht immer gelingt es den Lehrern, die Situation zu erklären. Und wenn sie den Schuldigen ermitteln, stellt der sich taub.

Mit Hilfe der Sozialpädagogen der Integrierten Gesamtschule sollen Jungen lernen, mit Ärger und Wut umzugehen. Bei den Mädchen dagegen scheint es angebracht, selbstbewusstes Auftreten zu fördern. Sie sollen aus der Opferrolle herauswachsen und aktiv Grenzen setzen können.

Gemeinsam wird dann der Ausgleich gesucht. Auch dabei werden spielerische Methoden dem erhobenen Zeigefinger vorgezogen. Deutlich Gefühle zeigen soll das Gegenüber von Provokationen abhalten, macht Sozialpädagogin Silvia Löscher-Haspelmath den Drittklässlern deutlich. Einige Mädchen können genauso gut wie die Jungen zeigen, dass sie im Zweifelsfall ganz schön wütend werden.

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