von Ulrich Müller-Heinck
wilhelmshaven
Am 4. Mai wurde der Grundstein gelegt, jetzt, viereinhalb Monate später ist der Bau mit vier Geschossen ganz auf der Höhe – und 94 Prozent der Nutzungsfläche von 4000 Quadratmetern sind vergeben.Um den Zeit- und Finanzplan des Ärztehauses am Reinhard-Nieter-Krankenhaus steht es nach den Worten des Geschäftsführenden Direktors Jörg Brost ebenfalls gut: Einzug in das Gebäude soll Weihnachten dieses Jahres sein, das veranschlagte Investitionsvolumen von sieben Millionen Euro hat Bestand. Bauherr ist die RNK-Immobilien GmbH, RNK und FDS-Immobilien sind zu 51 bzw 49 Prozent beteiligt.
Einziehen werden Praxen für Augenheilkunde, Orthopädie, Urologie, Onkologie, Neurologie, Dermatologie, Ergotherapie und physikalische Therapie. Hinzu kommen eine Apotheke, eine Hebammenpraxis, ein Optiker, ein Sanitätshaus und ein Café.
Ein Glasgang verbindet das Gebäude direkt mit dem RNK. Dieser verdeutlicht auch optisch, welcher Brückenschlag durch das Ärztehaus am Schwerpunktkrankenhaus gelingt: Die Symbiose von Praxis- und Klinikversorgung, die zudem die Auslastungsquote eines Krankenhauses in hohem Maße verbessert.
„Ein Ärztehaus am Krankenhaus – das liegt voll im Trend“, äußerte Oberbürgermeister Eberhard Menzel. Dadurch könnten viele Synergien genutzt werden. Mit dem Gebäude verknüpften sich viele Erwartungen, die auf gutem Weg seien, sich zu erfüllen. Die frühzeitig feststehende Auslastung von 94 Prozent zeige, dass weit im Vorfeld erfolgreich Gespräche geführt worden seien.
Das Ärztehaus trage den Veränderungen im Gesundheitswesen Rechnung, sagte Menzel. Mit der neuen Buslinie und Haltestellen sei es verkehrlich auch mit Fedderwardergroden gut angebunden.
Auf die gesundheitspolitischen Veränderungen müsse man reagieren, betonte Dr. Michael Lorenz als Vertreter der künftigen Nutzer des Ärztehauses. Dies ermögliche bessere Angebote und wirtschaftlichere Strukturen bei gleichzeitigem Erhalt der individuellen Arbeit der Fachärzte. In jedem Fall diene es dazu, Patienten aus Wilhelmshaven, Friesland und umzu besser zu versorgen.
