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Hafenrundfahrten in Wilhelmshaven Marinemuseum bringt Barkasse bald wieder in Fahrt

Das Marinemuseum in Wilhelmshaven freut sich: In der Wilhelm Werft wird die Barkasse „Friedrich A. Meyer“ derzeit so ausgebaut, dass sie bald wieder für Hafenrundfahrten genutzt werden kann. Zudem hat der Rumpf einen neuen Anstrich erhalten.

Das Marinemuseum in Wilhelmshaven freut sich: In der Wilhelm Werft wird die Barkasse „Friedrich A. Meyer“ derzeit so ausgebaut, dass sie bald wieder für Hafenrundfahrten genutzt werden kann. Zudem hat der Rumpf einen neuen Anstrich erhalten.

DMM

Wilhelmshaven - Das Deutsche Marinemuseum (DMM) kann seine Barkasse „Friedrich A. Meyer“ ab diesem Sommer wieder in Betrieb nehmen. „Derzeit wird sie in der Wilhelm Werft gemäß den Vorgaben des Gutachters Nibbe ertüchtigt“, sagt Museumsleiter Dr. Stephan Huck auf Nachfrage. „Ende Juni, Anfang Juli wollen wir dann wieder marine-historische Hafenrundfahrten für unsere Besucher anbieten – das ist abhängig von den noch ausstehenden Behördenpapieren.“

Damit ist der seit fast zwei Jahren laufende Streit zwischen der Stadt Wilhelmshaven und dem DMM um die Betriebserlaubnis der Hafenbarkasse dann endgültig Geschichte. Letztlich hatten Vertreter der Stiftung Deutsches Marinemuseum als Eigentümerin der „Friedrich A. Meyer“ und der Stadtverwaltung als Hafenbehörde gemeinsam mit dem vom Gericht bestellten Sachverständigen Peter Nibbe aus Hamburg die Hafenbarkasse begutachtet und sich über das weitere Vorgehen verständigt.

„Derzeit werden unter der schiffbaulichen Aufsicht des Gutachter-Büros die erforderlichen Umbauten in der Wilhelm Werft vorgenommen, um für eine höhere Leck- und Kippstabilität sowie im Notfall eine raschere Evakuierung zu sorgen“, sagt Huck und verweist auf Kapitän zur See a.D. Lorenz Hamann als Projektleiter des Museums in dieser Sache.

Werft baut einige Verbesserungen ein

„Durch den Einbau eines neuen Schotts in der Mittelsektion soll aus einem Zwei-Abteilungsschiff ein Drei-Abteilungsschiff werden“, erklärt Hamann die laufenden Arbeiten. „Außerdem wird das Kollisionsschott im vorderen Bereich verstärkt, ebenso werden gemäß Vorgaben zusätzliche Notausgänge geschaffen und die Pumpenkapazität erhöht, um bei einem Leck mehr Wasser aus der Barkasse zu bekommen.“

Die Arbeiten sollen zeitnah abgeschlossen sein. „Dann erfolgt die Abnahme einschließlich eines Krängungsversuchs und die Beantragung der Genehmigung durch die Stadt.“ Diesen Zeitraum werde das Marinemuseum für das weitere Ausrüsten und Ausbilden der Besatzungen nutzen, um die sichere Teilnahme am Hafenverkehr zu gewährleisten. „Unsere Crew steht bereit und brennt darauf, endlich wieder loszulegen.“

<p>                <div>                        Blick ins Innere der Barkasse: Das vordere Schott (im Hintergrund) wurde ertüchtigt und das hier erkennbare neu eingebaut. Im Fall einer Havarie wird die „Friedrich A. Meyer“ damit sicherer als zuvor.                     </div>            </p>

Blick ins Innere der Barkasse: Das vordere Schott (im Hintergrund) wurde ertüchtigt und das hier erkennbare neu eingebaut. Im Fall einer Havarie wird die „Friedrich A. Meyer“ damit sicherer als zuvor.

Mit der Stabilitätsberechnung durch das Gutachterbüro werde auch festgelegt, wie viele Fahrgäste künftig an Bord mitgenommen werden. „Wir passen die Zahl an und gehen derzeit von 35 bis 40 aus“, so Huck. Zufrieden mit der bevorstehenden Wiederinbetriebnahme ist auch Wilhelmshavens Erster Stadtrat Armin Schönfelder. „Wir sind bei der Stadt froh darüber, dass die Barkasse im Jubiläumsjahr des Marinemuseums wieder zu Hafenrundfahrten starten kann. Mit dem Ergebnis des vom Gericht angeregten Mediationsverfahrens haben wir ja aufgezeigt bekommen, wo die Dollpunkte an Bord waren. Der Gutachter hat tatsächlich Nachbesserungsbedarf aufgezeigt – und das Museum lässt es ja in der Werft entsprechend ausführen.“

Michael Halama
Michael Halama Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
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