Hannover - Angesichts drohender Extremwetterlagen durch den Klimawandel will Niedersachsen stärker Vorsorge vor schlimmen Hochwassern und Starkregen treffen. „Die Klimakrise ist real. Wir müssen uns darauf einstellen“, sagte Landesumweltminister Christian Meyer (Grüne) am Donnerstag anlässlich eines Austausches von Experten beim niedersächsischen Gewässerforum in Hannover. Im Alarmfall sollen Prognosen zu Pegeln und Wetterlagen Bürgern sowie Einsatzkräften schnell und konkrete Informationen bieten. „Die Hochwasserereignisse werden sich durch den Klimawandel verschärfen“, sagte Markus Anhalt, führender Hochwasserexperte des Landes. Auch eine Größenordnung wie 2021 im Ahrtal, wo ein Hochwasser verheerende Schäden anrichtete und viele Menschenleben kostete, sei möglich.
Entsprechend wichtig sei es, in den Hochwasser- und Katastrophenschutz, aber auch in Vorhersagen zu investieren, sagte Meyer. Die Erkenntnisse aus der Ahrtal-Katastrophe sollen helfen, Meldewege zu verbessern. Um Einsatzkräfte, aber auch Bürger im Krisenfall zu informieren, betreibt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz seit rund zwölf Jahren in Hildesheim eine eigene Hochwasservorhersagezentrale. Dort werden rund um die Uhr Vorhersagen erstellt.
