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Für Christa Clarin war es ein „sehr ehrenvoller Moment“, als am Dienstagabend am Geburtshaus ihres verstorbenen Mannes Hans Clarin an der Papingastraße 26b eine Gedenktafel für den berühmten Sohn Wilhelmshavens enthüllt wurde.In schwarzer Schrift auf dezent-weißem Kunststoffgrund ist dort ab sofort zu lesen: „In diesem Haus wurde am 14. September 1929 der Schauspieler Hans Clarin (Hans-Joachim Schmied, gest. 28. August 2005 geboren.“ Danach folgt ein kurzer Abriss seiner Vita – in deutscher und in englischer Sprache.
„Wir sind stolz, dass so ein großer Schauspieler hier zu Hause war“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Bauvereins Rüstringen, Frank Menzel, bei der Enthüllungszeremonie. Weil Clarins Geburtshaus der Baugenossenschaft gehöre, sei klar gewesen, dass der Bauverein Rüstringen die 400 Euro teure Gedenktafel stifte. Menzel dankte den Ideengebern Dieter Dirks und Klaus Jürgen Ballmann für ihr Engagement.
Dirks erinnert sich noch gut an den großen Organisationsaufwand: „Wir mussten erst einmal recherchieren, ob Clarins Geburtshaus nun in Heppens oder auf Siebethsburg war.“ Zudem habe es einige Monate gedauert, bis ein Kontakt zu Clarins Witwe in Aschau im Chiemgau zustande gekommen sei. „Sie war dann aber sofort bereit, uns zu unterstützen.“
In seiner Laudatio bei der anschließenden Feier in der Volkshochschule würdigte der Journalist Jürgen Westerhoff „den Mann mit der kieksenden Stimme“ als „Volksschauspieler im besten Sinne des Wortes“. Über Jahrzehnte habe er als großer Schauspieler und Mensch das kulturelle Leben mitgeprägt – ohne jegliche Skandale.
Anschließend sahen die Gäste Hans Clarin in dem Edgar-Wallace-Film „Das Indische Tuch“.
