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Sei es die ehemalige Jahn-Halle an der Weserstraße, in der heute das Küstenmuseum untergebracht ist, das einstige Gebäude der Helene-Lange- Schule an der Virchowstraße – heute Grundschule Rheinstraße – oder auch die alte Polizeizentrale an der Ebertstraße: Immer, wenn in der Wilhelmshaven historische Gebäude mit noch passabler Bausubstanz zum Verkauf stehen, kommt der Name Bodo Behnke ins Spiel.Mit seinem Unternehmen FDS Immobilien hat der gelernte Textilkaufmann und Inhaber des „Hotels am Stadtpark“ schon eine ganze Reihe von Gebäuden saniert und einer neuen Bestimmung übergeben. Aktuell liegt ein Schwerpunkt des Unternehmens in der Südstadt. Behnke sieht wie viele andere „die Zukunft im Süden“ der Stadt – in der Nähe von schönen Gebäuden (auch wenn sie hier und da etwas heruntergekommen sind) zur Innenstadt und gleichermaßen zum Wasser. Und er investiert in seine Vision. Aktuell baut FDS zwei über hundert Jahre alte Gebäude in der Rheinstraße und in der Lahnstraße um.
Neuer Bürokomplex
Das ehemalige Wohnhaus Rheinstraße 63 wird künftig ein Bürokomplex. Nach eigenen Angaben steckt Behnke rund 1,2 Millionen Euro in das Gebäude, das um 1900 errichtet worden ist: Dach, Holzfenster, Dämmung, Böden, nicht tragende Wände – alles neu. „Das Haus hat eine wunderschöne Fassade“, sagte der Investor. Dahinter entsteht ein modernes Bürogebäude mit 650 Quadratmetern Nutzfläche, das zum 1. Februar an den Mieter, die Unfallkasse des Bundes, übergeben werden soll.„Schöne Gebäude“
„Das schönste Gebäude in der Stadt“ steht für Behnke an der Lahnstraße 7. FDS hat das um 1890 gebaute Wohnhaus erworben und es ebenfalls für etwa eine Million Euro rundum saniert. Entstanden sind sechs Eigentumswohnungen mit einer Fläche von 90 bis 100 Quadratmeter, die nach den Worten von Behnke bereits alle an auswärtige Investoren verkauft, aber noch nicht vermietet sind.„Die alten Gebäude haben eine Patina, die kann man mit einem Neubau gar nicht vergleichen“, schwärmt Behnke, der die Erfahrung gemacht hat, dass die Wilhelmshavener selbst die Schönheit ihrer Südstadt noch gar nicht richtig erkannt haben. Besucher von außerhalb hingegen gerieten regelmäßig ins Schwärmen. Behnkes Überzeugung: „In der Südstadt steck noch viel Potenzial.“
