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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

In Glühberts Haus gehen endlich die Lichter an

29.03.2006

VON MARTIN WEIN

Wilhelmshaven Es soll Licht werden im Haus von Glühbert und seinen Freunden Wolfram und Turbine. Kerzen wären bei den dünnen Pappwänden unangebracht. Auch den Kamin aus bemaltem Papier sollte man lieber nicht anzünden. Also doch die Deckenbeleuchtung installieren. Nur wie kriegt man jetzt die Kabel sozusagen „unter Putz“ in die Zimmerdecke?

Probleme, mit denen sich heute Grundschüler beschäftigen. Auch die Klasse 4a der Grundschule Peterstraße ist mit grundlegenden Fragen der kommunalen Leistungsverwaltung befasst.

Im Sachkunde-Unterricht geht es mit dem städtischen Verkehrsbetrieb zum Info-Zentrum der „GEW Wilhelmshaven“. Gasanstalt sagen manche noch von früher.

Von unverständlichen Rechnungen und Energiepreisexplosion ist im Seminarraum in der Rheinstraße nicht die Rede. GEW-Mitarbeiterin Frauke Halsbenning beginnt das Thema lieber elementar mit der Glühlampe. „Glaskolben“, „Glühdraht“, „Schraubsockel“ notiert Sasa eifrig die Bestandteile des Lichtgebers und malt den Sockel auf ihrer Zeichnung gelb an.

Anders hat ein Humboldt seine Entdeckungen auch nicht zu Papier gebracht. Das Prinzip verstehen selbst Kinder. Strom fließt durch den Glühfaden und erwärmt ihn. Die eingespeiste Leistung gibt er als Infrarot- und sichtbares Licht ab. Je heißer der Glühdraht, desto mehr Licht ist sichtbar.

Damit der Glühfaden an der Luft nicht verbrennt, ist er in einem Glaskolben eingeschlossen. Ausgedacht hat sich das ganze der Deutsche Heinrich Göbel. Aber erst Thomas Alva Edison machte das Produkt serienreif. Technologietransfer nennt man das heute. Klappte in Deutschland schon damals offenbar nicht optimal.

Da die Lampe ohne Strom und Kabelage nichts nützt, friemeln Mirko und Tobias im praktischen Teil Drähte, Lampe und eine 4,5 Volt-Batterie zusammen. Gregori und Marco falten derweil das Spielhaus aus Pappe zusammen, das mit drei Lampen beleuchtet werden soll. Die Mädchengruppe mit Kevin ist schneller. Ruckzuck steht das Haus. Dürfen sie die Batterie auch anschließen oder ist das gefährlich? Nein, im Haus von Glühbert und seinen Freunden gehen die Lichter an. „Hurra“, schreien Alina und die anderen.

„Wenn ich das präsentiere, wirkt es nicht annähernd so spannend“, erklärt Klassenlehrerin Kirsten Trenne. Möglichst viel Unterricht versucht sie aus der Schule an andere Orte zu verlegen. „Da bleibt viel mehr hängen.“ Eine Arbeitsentlastung sei das nicht. Allein die Fahrt mit dem Bus muss minutiös geplant werden, schließlich wünscht der städtische Verkehrsbetrieb einen vorbestellten Sammelfahrschein mit genauer Zeit- und Zielangabe. Ist bei aller privatwirtschaftlichen Organisation eben doch noch ein Rest Behörde drin. Auch Glühbert und seine Freunde werden sich womöglich noch wundern, wenn die erste Stromrechnung kommt.

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