Wilhelmshaven - Die Delegierten der diesjährigen Frühjahrstagung der 3. Synode des Ev.-luth. Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven hatten einige Tagesordnungspunkte abzuarbeiten, darunter aber als wichtigsten thematischen Schwerpunkt, das Thema: „Aktiv gegen sexualisierte Gewalt”, sagte Kreispfarrer Christian Scheuer. Zuvor aber richtete Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven Carsten Feist ein Grußwort der Stadt an die Teilnehmer, die er auf das allerherzlichste in Wilhelmshaven begrüßte. Mit dem Themenschwerpunkt „Aktiv gegen sexualisierte Gewalt“, nahmen die Delegierten ein öffentlich sehr stark beachtetes Thema auf. Hier sind alle Kirchengemeinden und Einrichtungen der Ev.Luth. Kirche in Oldenburg seit dem 1. Dezember per Kirchengesetz verpflichtet, ein Schutzkonzept zu entwickeln und jeweils Verantwortung zur Prävention vor Ort zu verankern, sagte Kreispfarrer Scheuer in einem Gespräch. Der „Ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven” hat die Schutzkonzeptentwicklung zum Thema der Kreissynode gemacht. Gina Beushausen als Beraterin der Betroffenen und die Beauftragte der oldenburgischen Kirche für Prävention, Pfarrerin Julia Neuschwander stellten den 50 anwesenden Synodalen aus 31 Kirchengemeinden das Rahmenschutzkonzept vor. In Workshops stellten die Teilnehmer erste Überlegungen an, um eine mögliche Umsetzung des Schutzkonzepts vor Ort zu erreichen, sagte Heiko Zobel als Kreisjugenddiakon. Es wird im Kreiskirchenrat eine Meldestelle eingerichtet und es werden Vertrauenspersonen benannt, an die sich die von sexueller Gewalt betroffene Personen wenden können, war zu hören.
Tagung der 3. Synode des Ev.-luth. Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven Aktiv gegen sexualisierte Gewalt
Heiko Zobel (leitender Kreisjugenddiakon), Pastorin Meike von Fintel als Gastgeberin in der Kirchengemeinde Hepppens und Kreispfarrer Christian Scheuer (von links), informierten über die Themenschwerpunkte der Kreissynode.
Foto: Dietmar Bökhaus
