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JUBILÄUM „Die Flotte braucht das Marinearsenal“

Die Feierlichkeiten wurden am Donnerstag mit einem Empfang im Marinearsenal eingeläutet. Lob gab es von allen Rednern für die engagierte Arbeit der „Arsenäler“.

von michael halama

wilhelmshaven

Das Marinearsenal feiert sein 50-jähriges Jubiläum – und rund 200 Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens waren der Einladung zur Feierstunde gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Direktor des Wilhelmshavener Arsenalbetriebes, Wolf Philipp, folgte die sehr persönliche und pointierte Festrede des leitenden Direktors des Marinearsenals, Christian Brix. Darauf folgten noch fünf Grußworte.

Brix erinnerte zunächst daran, dass das Marinearsenal aus den beiden Arsenalbetrieben in Wilhelmshaven und Kiel bestehe. Er unterstrich die besondere, historisch gewachsene Symbiose von Stadt, Marinearsenal und Marine in Wilhelmshaven, „die vor allem in stürmischen Zeiten ihre Haltbarkeit immer wieder unter Beweis gestellt hat“. Anhand einiger Zahlen verdeutlichte er die wirtschaftliche Bedeutung des Arsenals für die Region. Und lobte die „Arsenäler“: „Sie sind die Seele und die Stärke dieser Dienststelle.“ Doch wegen fehlender Neueinstellungen gehe mit der Pensionierung der alten Mitarbeiter viel Wissen und Erfahrung verloren.

Oberbürgermeister Eberhard Menzel bekräftigte die besondere Bedeutung des Arsenals als Keimzelle der Stadt. Er zitierte Schlagzeilen, die das Auf- und Ab der vergangenen Jahre wiederspiegeln. Auch angesichts notwendiger Reduzierungen beim Zivilpersonal der Bundeswehr sei die Position der Stadt eindeutig: „Das Arsenal ist unverzichtbar!“

Das große Engagement der Arsenalmitarbeiter lobte anschließend der Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), Detlev Petry. Doch es werde weitere Reduzierungen geben.

„Die Auswirkungen für das Marinearsenal stehen noch nicht endgültig fest“, so Petry. Ein erster Entwurf aus dem Verteidigungsministerium nenne rund 1800 Stellen (zurzeit etwa 2100 plus Azubi) in 2010.


Der Stellverteter Befehlshaber der Flotte, Konteradmiral Gottfried Hoch, machte die Notwendigkeit des Arsenals für die Flotte am Vergleich mit einer Kfz-Werkstatt für Autofahrer deutlich. Die Einsatzfähigkeit der Flotte sei in hohem Maße der Leistungsfähigkeit der „Arsenäler“ zu verdanken.

Sein eindeutiges Fazit, mit Applaus der Gäste belohnt: „Die Flotte braucht das Marinearsenal! Und zwar in seiner jetzigen Größe und Ausstattung.“

Der Vertreter der Stadt Kiel, Stadtrat Dieter Kurbjuhn, unterstrich in seinem Grußwort die Verbundenheit Kiels mit dem dortigen Arsenalbetrieb. „Kiel atmet Marine.“

Abschließend sprach Howard Jacques, Vorsitzender des Personalrates. Er erinnerte an die Personalvertreter und ihre Arbeit in den vergangenen fünf Jahrzehnten sowie den drastischen Personalabbau in dieser Zeit.

Für die Unterstützung bedankte er sich bei den Politikern in Wilhelmshaven und Kiel. „Jetzt müssen wir endlich Nachwuchskräfte einstellen, sonst macht der letzte Arsenäler 2015 hier das Licht aus.“

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