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JUBILÄUM Strahlende Gesichter trotz des grauen Himmels

Die „Avalon“ ist der 10 000. Tanker an der WRG-Löschbrücke. An Bord gab es eine kleine Feierstunde, um das besondere Ereignis zu würdigen.

von michael halama

wilhelmshaven

Dichter Regen, schlechte Sicht: Wahrlich kein Wetter für so ein beachtliches Jubiläum. Als 10 000. Tanker seit der Wiederinbetriebnahme der Raffinerie (heute: Wilhelmshavener Raffinerie Gesellschaft Conoco Phillips/WRG) im Jahr 1991 hatte die „Avalon“ am Sonnabend fest gemacht. Mit dem Serviceboot machte sich eine kleine Gruppe Reederei- und Raffinerievertreter auf den Weg hinaus zum 186 Meter langen Schiff draußen am Inselanleger zwei Kilometer vor der Küste.

Aus Bremen war der Geschäftsführende Gesellschafter der Reederei Carl Büttner, Hylke Boerstra, angereist. „Ich bin stolz darauf, dass eines unserer Schiffe dieses besondere Jubiläum bei der WRG feiern kann“, so Boerstra. „Denn wir sind gut zweimal die Woche mit unseren Tankern hier, Wilhelmshaven ist also fast so etwas wie unser Heimathafen.“ Die Reedereivertreterin vor Ort ist Ulrike Rust. Sie war längst an Bord der „Avalon“, als die Gruppe von Land eintraf und hatte mit der Crew alles für die kleine Feierstunde vorbereitet. Die WRG war mit drei Mann vertreten: Friedrich Vogel, Joachim Pfaff und Christian Meyerhoff. Der Kapitän der „Avalon“, Zvonimir Tomasic, begrüßte gut gelaunt die Gäste in der Messe.

Zunächst überreichte Friedrich Vogel nach einer kurzen Ansprache einen edlen Schiffschronometer an den sichtlich erfreuten Kapitän. Anschließend sprach Hylke Boerstra. „Ich bin mir sicher, das da draußen ist kein Regen – sondern die Tränen der Besatzungen all der Schiffe, die nicht als 10 000. hier festgemacht haben“, scherzte er. Zur Erinnerung an diesen Tag hatte er dem Schiff und der WRG je ein Foto des Tankers „Avalon“ mitgebracht.

Während der Feierstunde ging die Arbeit für die 19-köpfige Crew weiter. Sie besteht aus Kroaten und Philippinos. Im kroatischen Rijeka unterhält die Reederei Carl Büttner ein Tochterunternehmen, die CB Maritime; aus dieser Hafenstadt stammt auch Kapitän Tomasic. Und die in Gibraltar registrierte „Avalon“ wurde dort 2005 gebaut.

Nur knapp 24 Stunden liegen die Schiffe in der Regel an der Löschbrücke, so die WRG-Mitarbeiter. Die „Avalon“ kam aus Portugal, lädt bei der Raffinerie 22 000 Tonnen Diesel für Frankreich. „Das ist einer der Liniendienste, den unsere Tanker fahren“, erzählte Reederei-Chef Boerstra. „Auf anderen Touren kann es vorkommen, dass unterwegs die Ladung mehrmals verkauft wird.“ Dann erfahre die Crew erst kurzfristig, wo es hingeht. Die „Avalon“ aber ist Sonntag schon wieder los und auf dem Weg nach Bordeaux, um dort ihre Ladung aus Wilhelmshaven zu löschen.

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